Eckl-Moila trumpfen auf

Es ist schon eine Besonderheit, dass sich die vier Schwestern Anna Böhm, Barbara Hermann, Margaretha Ermer und Theresia Völkl (von links) schon seit 40 Jahren jeden Montag zum Kartenspielen treffen. Martin Hermann überwacht die Rommé-Runde der Damen als "Schiedsrichter". Barbara Hermann und Gretl Ermer sind zudem passionierte Schafkopfklopfer. Bild: du
Lokales
Schirmitz
29.05.2015
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Vier Schwestern - die Eckl-Moila aus Schirmitz - zeigen selbst im reiferen Alter noch große Lust am Kartenspiel. Jeden Montag treffen sie sich zu einer zünftigen Runde über fünf Stunden. "Das haben wir der Mutter zu verdanken", erzählen sie

Als Margarete Eckl im Juli 1975 starb, nahmen die vier Töchter deren Vermächtnis ernst, das Kartenspiel in der Familie weiterhin zu pflegen. So treffen sich seitdem die Schwestern Barbara Hermann (78), Margaretha Ermer (80), Anna Böhm (85) und Theresia Völkl (86), die als einzige in Weiden wohnt, montags zum fröhlichen Kartenspiel jeweils abwechselnd bei einer anderen Mitspielerin.

Als Schlichter eingreifen

"Eine kleine Pause bei Kaffee und Kuchen gehört immer dazu", erzählt die jüngste Schwester Barbara, deren Mann Martin (83) die Spielrunde der Damen bei ihm zu Hause immer aufmerksam überwacht. Humorvoll bemerkt er: "Manchmal muss ich als Schlichter eingreifen, wenn es wieder einmal heiß hergeht." Außerdem ergänzt er: "Früher bin ich halt zum Kartenspielen ins Wirtshaus gegangen, und meine Frau blieb zu Hause. Heute ist es umgekehrt: Ich bleib' daheim und meine Frau geht zum Kartenspielen." So ist auch ein Preisschafkopf längst keine Männerdomäne mehr. Die Frauen stehen bei den einschlägigen Veranstaltungen selbstbewusst ihren Mann.

So auch Barbara Hermann und Gretl Ermer aus Schirmitz, die außer ihrer familiären Kartenrunde auch an öffentlichen Preisschafkopfrennen in der näheren Umgebung teilnehmen und schon so manchen Gewinn mit nach Hause gebracht haben. Im geschwisterlichen Kreis bevorzugen die Damen aber das französische Senioren-Rommé mit extra großen Karten.

Schafkopf klopfen

"Obwohl nur mit kleinem Einsatz gespielt wird, ist das Lamento groß, wenn eine einmal drei oder vier Euro verliert", verrät Martin Hermann augenzwinkernd. Die vier Schwestern freuen sich bereits wieder über zwei Einladungen von Stadtrat Helmut Ruhland, der am 29. Oktober ein Rommé-Turnier und am 26. November ein Schafkopfrennen im Weidener "Bräustüberl" organisiert hat.

Bis dahin wollen zumindest Barbara und Gretl bei den geplanten Turnieren in Windischeschenbach, Kaimling, Neunkirchen, Roggenstein und in Baumgarten beim "Igl" einen gepflegten Schafkopf klopfen.
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