Einblicke in eine fremde Welt

Josef Wittmann (links) und Wolf-Dieter Scholz zeigten beim Vortragsabend der Kolpingsfamilie im Bürgersaal faszinierende Bilder von ihrer abenteuerlichen Reise durch den Iran. Bild: du
Lokales
Schirmitz
05.10.2015
7
0

"Wir sind keine Weltenbummler, sondern normale Touristen, die in einem faszinierenden Land unterwegs waren." Das stellten Wolf-Dieter Scholz und Josef Wittmann beim Vortrag über ihre Iran-Reise heraus.

"Wie könnt ihr bloß in den Iran reisen?" Diese Frage stellten sich nicht nur Freunde und Verwandte der beiden Referenten, sondern wahrscheinlich auch viele der fast 50 Zuhörer, die auf Einladung der Kolpingsfamilie in den Bürgersaal kamen. Scholz und Wittmann hatten schon gemeinsam Ecuador erkundet. Ihrer Meinung nach herrsche in der Bevölkerung nur mangelhafte Information darüber, was sich im Iran abspiele.

Die Oberpfälzer erlebten in dem Staat in Vorderasien, dem früheren Persien, "grandiose Landschaften, eine über 2500 Jahre alte Hochkultur, beeindruckende Bauwerke und vor allem unglaublich freundliche und liebenswerte Menschen". Trotz Übernahme des Islams ab dem 7. Jahrhundert sei das Persische, eine indogermanische Sprache, nicht untergegangen und ein deutlicher Ausdruck der eigenständigen, kulturellen und nationalen Identität geblieben, erklärten die beiden Referenten.

Ihre Reise begann im September 2014 mit einem fünfstündigen Flug von Frankfurt nach Teheran, der Hauptstadt des Landes. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Iran. Dies belegten die Referenten mit eindrucksvollen Bildern vom pulsierenden Leben in dieser Metropole. Sie teilten ihre Dia-Show in die zwei Teile "Iran - Berge" und "Iran - Kultur" ein.

Im ersten Abschnitt zeigten sie faszinierende Aufnahmen von ihren Bergtouren auf den zweithöchsten Gipfel des Iran, den 4850 Meter hohen Alam Kuh, sowie zum höchsten Berg des Orients, den 5671 Meter hohen Damavand. Vor dieser Besteigung führte der Weg vorbei am Kaspischen Meer, wo ein Badestopp eingelegt wurde. Am zehnten Tag der Reise ging es für die Abenteurer mit dem Bus zurück nach Teheran.

Die nächsten Tage waren ausgefüllt mit Besichtigungen von Palästen, Moscheen und Parkanlagen in Teheran, Shiraz, Persepolis und Isfahan. Dort bildete ein Abendessen auf dem Meidan-Platz den krönenden Abschluss, bei dem die mittlerweile mit Vollbart und Cowboy-Hut ausgestatteten Oberpfälzer zur Feier des Tages "Heiliges Wasser" tranken.

Nach dem Reisebericht dankte Kolpings-Vorsitzender Josef Ziegler den beiden Abenteurern. Er kündigte an, dass 2016 der Bergsteiger Heiner Flieger im Bürgersaal einen Vortrag halten werde.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.