Gemeinde begeht vorgezogenen Volkstrauertag mit Gottesdienst, Gedenkfeier und Kranzniederlegung
Mit Solidarität Flüchtlingskrise bewältigen

Bürgermeister Ernst Lenk erinnerte nicht nur an die Toten und den Schrecken der beiden Weltkriege, sondern auch an Terror, Krieg und Gewalt unserer Tage mit Millionen Menschen auf der Flucht. Bild: du
Lokales
Schirmitz
12.11.2015
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Die Gemeinde gedachte am vorgezogenen Volkstrauertag in würdiger Weise den Gefallenen und Vermissten sowie allen 55 Millionen Menschen, die in den beiden Weltkriegen ihr Leben verloren haben. "Das Gedenken an diese unsäglich Zahl an Todesopfern ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Erinnerung, die uns das dunkelste Kapitel unserer Geschichte ins Gedächtnis ruft", sagte Bürgermeister Ernst Lenk am Kriegerdenkmal.

Die Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände sowie der Gemeinderat waren unter den Klängen der Pirker Blaskapelle vom Rathaus zur Pfarrkirche gezogen. Dort zelebrierte Pfarrer Thomas Stohldreier den Gedenkgottesdienst der Soldaten- und Reservistenkameradschaft. Der Männergesangverein "Frohsinn" unter Leitung von Wolfgang Ziegler sang die Haydn-Messe. Danach bewegte sich der Zug vom Kindergarten zum Mahnmal an der Nordseite der Pfarrkirche. Dort hielten zwei Soldaten der Bundeswehr die Ehrenwache. "Jeder Name auf den Tafeln am Mahnmal steht für ein unbeschreibliches Schicksal", sagte Stohldreier. Bürgermeister Lenk erinnerte nicht nur an die Schrecken der Kriege, sondern auch an die Folgen von Terrorismus, kriegerischer Auseinandersetzungen und Unterdrückungen der Gegenwart. "Deshalb sind unsere Gedanken heute auch bei den Menschen in Syrien und im ganzen Nahen Osten sowie bei allen Opfern von Konflikten auf dieser Welt. Wenn Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terroristen sind, dann sollte sich jeder die Frage stellen, wie das ist, fliehen zu müssen." Lenk mahnte zur Solidarität in Europa, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen.

Mit dem Vorsitzenden der Soldatenkameradschaft, Oberstleutnant Thomas Lewerenz, legte er einen Kranz am Ehrenmal nieder, während die Blaskapelle das Lied vom guten Kameraden und die Nationalhymne intonierte.
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