Haushalt kommt ohne höhere Steuern aus - Trotz Investitionen sinken die Schulden
Zahlen ohne Zähneknirschen

Lokales
Schirmitz
27.02.2015
0
0
Der erste Eindruck vom neuen Haushalt gefiel den Fraktionen. Vor allem, weil sie nicht die Steuern erhöhen oder Kredite aufnehmen müssen.

Kämmerer Sven Lederer stellte das 4,28 Millionen Euro umfassende Zahlenwerk im Gemeinderat vor. Der Etat beinhaltet 3,35 Millionen Euro im Verwaltungs- und 926 137 Euro im Vermögenshaushalt. Das sind 186 629 Euro mehr als im Vorjahr. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B mit je 280 Prozent und für die Gewerbesteuer mit 300 Prozent bleiben unverändert.

2,33 Euro für Abwasser

Lederer erklärte bezüglich der Zuweisungen aus der Kfz-Steuer, dass die Verteilung der Mittel für den Straßenausbau und Straßenunterhalt neu geregelt wurden. Im Haushaltsplan sei deshalb für 2015 ein Ansatz von 24 600 Euro vorgesehen. Die Abwassergebühren seien 2014 kalkuliert worden. Für 2015 bis 2017 errechnete sich ein Gebührensatz von 2,33 Euro pro Kubikmeter.

Aufgrund des neuen Gebührensatzes von 2,55 Euro pro Kubikmeter Wasser betragen die Einnahmen der Wasserverbrauchsgebühren 2015 voraussichtlich 210 000 Euro. Als Einnahmen der Konzessionsabgabe der Eon werden 48 000 Euro erwartet. Der Einnahmeansatz der Gemeinde bei der Grundsteuer B liegt bei 145 000 Euro, bei der Gewerbesteuer bei 115 000 Euro.

Wie der Kämmerer weiter erklärte, errechnet sich unter Anwendung der jeweiligen Schlüsselzahlen für Schirmitz aus dem geschätzten Einkommensteuer-Aufkommen ein voraussichtlicher Betrag von 1 065 000 Euro. Erfreulich sei, dass die Gemeinde diesmal eine Schlüsselzuweisung von 553 872 Euro erhalte. Das sind 7928 Euro mehr als im Vorjahr.

Für die Feuerwehr sind im Verwaltungshaushalt Ausgaben von 32 520 Euro bereitgestellt, wie Lederer ausführte. Bei den Grundstücken und Gebäuden der Schule könne trotz steigender Energiekosten wegen der sparsamen Bewirtschaftung und dauernden Überwachung der Verbrauchsdaten der Haushaltsansatz auf 40 000 Euro gesenkt werden. Als Schulumlage an Pirk sind 34 500 Euro vorgesehen. Der Ansatz für den Unterhalt von Straßen und Wegen beläuft sich auf 20 000 Euro.

Tief in die Tasche greifen muss die Gemeinde bei den Umlagen: Für den Abwasserzweckverband Pirk-Schirmitz mit 55 528 Euro und für die Verwaltungsgemeinschaft mit 251 945 Euro. 2015 wird überdies eine Investitionsumlage von 2,6119 Euro je Einwohner fällig. Damit fallen für Schirmitz 5258 Euro an.

Als Kreisumlage für 2015 müssen sogar 698 962 Euro, 7,5 Prozent mehr als 2014, aufgebracht werden. Der Fremdwasserbezug von der Steinwaldgruppe mit 112 500 Kubikmeter schlägt mit 95 000 Euro zu Buche. Lederer erläuterte auch die bisher angefallenen Ausgaben und Einnahmen aus der Städtebauförderung. Die Arbeiten am Rathaus sollen bis Mai fertig sein. Im Bauabschnitt 4 werde dann schwerpunktmäßig die Kirchenstraße mit angrenzenden Parkflächen ausgebaut, daneben werde der Kirchplatz neu gestaltet. Das alles soll 2016 beginnen.

Pro Kopf 137 Euro Miese

Für Bauhof und Wertstoffhof am Ringweg sind 120 000 Euro als Baukosten und 14 000 Euro als Baunebenkosten eingeplant. Schirmitz erhält voraussichtlich 115 000 Euro Investitionspauschale.

Der Schuldenstand zu Beginn des Haushaltsjahres beträgt laut Kämmerer 300 000 Euro. Getilgt werden 22 500 Euro. Damit ergibt sich ein Schuldenstand zum Jahresende von 277 500 Euro. Dies entspricht 137,85 Euro pro Kopf. Der Haushalt soll in der Sitzung am 9. März verabschiedet werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.