Josef Troidl Krippenbauer aus Leidenschaft - Alle Figuren aus Südtirol
Im oberbayerischen Stil

Schulamtsdirektor a. D. Josef Troidl ist stolz auf seine außergewöhnliche, große Krippe, die er im Laufe der Jahre immer wieder mit liebevollen Details erweitert hat. Sogar ein Bergkirchlein mit goldenem Zwiebelturm grüßt im Hintergrund von der Anhöhe herab. Bild: du
Lokales
Schirmitz
22.12.2014
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Alljährlich Ende November baut Josef Troidl seine große Krippe auf. Dazu braucht er mehrere Tage. "Am 1. Advent muss sie immer stehen", betont er. Dann sitzt er jeden Abend vor seinem Werk, das er meditierend betrachtet und das ihm innerliche Ruhe, Zufriedenheit und Freude bereitet.

Josef Troidl war ein Schulmann mit Leib und Seele, der im Berufsleben alle Sprossen auf der Karriereleiter bis hin zum Schulamtsdirektor erklommen hat. Der 84-Jährige, dem man sein Alter nie und nimmer ansieht, ist heute noch körperlich und geistig topfit. Deshalb frönt der jüngste der ehemals fünf Troidl-Brüder noch immer seinen Leidenschaften, nämlich dem Malen und Basteln, und hierbei besonders dem Bau von Krippenhäusern.

Von der Tochter animiert

Als er vor etlichen Jahren beim Skiurlaub im Südtiroler Grödnertal von seiner Tochter Gabi dazu animiert wurde, für sie einen Stall für die Weihnachtskrippe zu basteln, entstand bei ihm die große Liebe zu diesem Hobby. Mittlerweile hat der handwerklich äußerst geschickte Familienvater auch für seine zwei weiteren Töchter Dagmar und Bärbel mit Familien und natürlich für sich und seine Frau Julia Krippenhäuser gebaut, die sich sehen lassen können.

Die auf einer Fläche von 2,20 Mal 1,20 Meter aufgebaute Krippenlandschaft in seinem Wohnzimmer ist der ganze Stolz Troidls. Sie wird jedes Jahr um mehrere Details erweitert. Stall und Nebengebäude sowie das umliegende Areal hat der Pädagoge bewusst im oberbayerischen Stil gehalten. Für den Bau des Krippenhauses hat er Holz, Gips, Leim und Sägespäne verwendet und das Gebäude mit einem weißen Rauhputz versehen. Der angegliederte Stall ist nach außen hin offen.

Für das Dach der beiden Häuser hat der Bastler 200 kleine Schindeln einzeln ausgesägt, gebürstet und zugeschnitten. Alle rund 50 Figuren und Schafe sind holzgeschnitzte Werke aus Südtirol.

Die Krippe des Schirmitzers besteht aber nicht nur aus der Heiligen Familie, den Heiligen drei Königen, den Hirten und Schafen, sondern aus vielen weiteren Tieren, Nebengebäuden und aus zahlreichen Bäumchen, Sträuchern, Gräsern und Moos. Sogar eine Bergkapelle mit einem goldenen Zwiebelturm ziert das Gelände.

Viele Details

Der Troidl-Sepp, wie er in Schirmitz gerufen wird, hat auch ein eigenes kleines Jagdgebiet mit Hochsitz angelegt. Wind- und Wasserrad, Backofen, Ziehbrunnen, Hirtenwagen, ja sogar ein mit Lichteffekten eingebauter Mond und die untergehende Sonne tragen zum romantischen Landschaftsbild bei. Jedes Jahr kommen kleine Details dazu. Aus Urlaubsfahrten nach Italien und Griechenland hat der Hobbybastler immer wieder exotische Kostbarkeiten zur Ergänzung mitgebracht.
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