Mehr Zuckerbrot als Peitsche

Drei Jubilare ehrte "Frohsinn", allen voran Sänger Georg Schmucker (vorne, Mitte) für 50 Jahre. Seit 60 Jahren hält Günther Golhofer (vorne, links) dem Verein die Treue, Herbert Dobmeier (vorne, rechts) seit 25 Jahren. Hinten, von links: Chorleiter Wolfgang Ziegler, Bürgermeister Ernst Lenk, Vorsitzender Wolfgang Bäumler, Kassier Roland Werner, stellvertretender Vorsitzender Siegfried Schönig und Schriftführer Gerhard Loreth. Bild: du
Lokales
Schirmitz
28.03.2015
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"Ich höre spätestens dann auf, wenn der Frust größer ist als die Lust." Noch ist es nicht soweit. Deshalb denkt "Frohsinn"-Vorsitzender Wolfgang Bäumler auch nach 15 Jahren auf dem Chefposten nicht daran, sein Amt abzugeben.

Mit den Chorsätzen "Ein Liedlein will ich singen" und "Nun leb' wohl, du kleine Gasse" eröffnete der Männergesangverein (MGV) unter Leitung von Wolfgang Ziegler die Hauptversammlung im 92. Vereinsjahr. Vorsitzender Bäumler lobte sowohl das engagierte Stammpersonal als auch die jüngst beigetretenen Mitglieder, durch die der ganze Chor einen Motivationsschub erfahren habe. Gleichwohl gelte es, so der Vereinsboss weiter, das Ziel, neue Sänger zu gewinnen, nicht aus den Augen zu verlieren.

"Dass die Stimmung im vergangenen Jahr positiv war, lässt sich auch daran erkennen, dass Wolfgang Ziegler, der den Chor mit Zuckerbrot und Peitsche führt, in letzter Zeit gefühlsmäßig mehr Zuckerbrot verteilt hat", sagte Bäumler augenzwinkernd. Natürlich gebe es im Verein auch unterschiedliche Ansichten. Diese dürften aber nicht dazu führen, Sänger zu verlieren, sondern müssten in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden. Schatzmeister Roland Werner informierte über die gute Finanzlage des Vereins. Schriftführer Gerhard Loreth listete alle Aktivitäten auf. Der MGV zählt 38 aktive und 102 fördernde Mitglieder. Im Berichtszeitraum seien 33 Singstunden abgehalten worden. "Der Probenbesuch lag bei 24,28 Sängern. Das ist eine Quote von 69,37 Prozent." Den Altersdurchschnitt der Sänger bezifferte Loreth auf 57 Jahre. Chorleiter Ziegler freute sich, dass nicht nur Sänger hinzugewonnen werden konnten, sondern dass diese fleißig an den Chorproben und Veranstaltungen teilnehmen. Bürgermeister Ernst Lenk, selbst Sänger, dankte dem Chor für das Engagement, kulturellen Aufgaben in der Gemeinde zu übernehmen. "Hier wird nicht nur gesungen, sondern auch die Geselligkeit gepflegt, so dass sich neue Sänger schnell wohl fühlen", betonte er.
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