Schirmitz begeht Volkstrauertag mit Einweihung der neuen Kriegerdenkmalanlage
Gedenken als Ansporn für Gegenwart

Pfarrer Thomas Stohldreier segnete am vorgezogenen Volkstrauertag die neue Kriegerdenkmalanlage samt Namenstafeln. Zwei Soldaten der Bundeswehr hielten bei der Gedenkfeier die Ehrenwache. Bild: du
Lokales
Schirmitz
12.11.2014
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"Es ist für unsere Pfarrei eine besondere Ehre, dass die Pfarrkirche als neuer Standort für das Mahnmal bestimmt wurde", sagte Pfarrer Thomas Stohldreier bei der Feier zum vorgezogenen Volkstrauertag. Auf dem Platz wehten die Deutschland- und Bayernfahne sowie die Flagge des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zwei Soldaten der Bundeswehr hielten die Ehrenwache.

Die Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände und der Gemeinderat mit Bürgermeister Ernst Lenk an der Spitze zogen unter den Klängen der Pirker Blaskapelle vom Rathaus zur Pfarrkirche. Dort zelebrierte Pfarrer Thoms Stohldreier, assistiert von Pfarrer in Ruhe Andreas Hanauer, den Gedenkgottesdienst. Der Männergesangverein "Frohsinn" unter Leitung von Wolfgang Ziegler und die Blaskapelle Pirk unter Stabführung von Hans Zimmerer gestalteten die Eucharistiefeier mit der Haydn-Messe und Chorälen. Danach bewegte sich der Trauerzug vom Kindergarten zur neuen Gedenkanlage an der Nordseite des Gotteshauses.

"Unser Denkmal gibt den Opfern der beiden Weltkriege in unserer Gemeinde einen festen Platz", sagte Stohldreier. Er sprach von einem Symbol, dass Erinnern und Gedenken zum Leben wesentlich dazugehören. "Sie sind nicht rituelle Wiederholung der Vergangenheit, sondern Ansporn für die Gegenwart."

Der Kampf gegen Unrecht und Gewalt, das Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Verbesserung der Lebensverhältnisse auf der ganzen Welt gingen alle an über Mauern, Grenzen und Religionen hinaus. "Alles menschliche Bemühen reicht nicht aus ohne den liebenden Beistand Gottes." Der Seelsorger segnete Kriegerdenkmal und Namenstafeln als "Ort des Gedenkens, des Ansporns und der Hoffnung."

Bürgermeister Ernst Lenk erinnerte auch daran, dass vor 25 Jahren die Teilung Deutschlands aufgehoben wurde. Die Aussöhnung mit den Nachbarn sei das große Verdienst der Nachkriegsgenerationen. "Der Volkstrauertag muss ein Tag des stillen Gedenkens an alle Opfer von Krieg und Gewalt bleiben und zum Nachdenken bewegen, was wir heute für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit bei uns und in der Welt tun können." Der neunjährige Fabian Bodensteiner trug ein Totengedenken vor.

Mit SRK-Chef, Oberstleutnant Thomas Lewerenz, legte der Rathauschef einen Kranz nieder. Die Blaskapelle spielte das Lied vom guten Kameraden und die Nationalhymne.
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