Schirmitzer Panorama-Rundweg

Eine einzigartige Idylle, um die viele Orte Schirmitz beneiden dürften, vermitteln die gepflegten Weiheranlagen entlang des Ringweges. Dieser Abschnitt wird den geplanten Panorama-Rundweg ebenfalls bereichern. Bild: du
Lokales
Schirmitz
06.06.2015
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Die neun Mitglieder des Arbeitskreises "Zukunftswerkstatt" haben ein Teilprojekt zur Naherholung erarbeitet. Die Sehenswürdigkeiten des Ortes sowie die rund 50 Marterln, Wegkreuze und Gedenksteine sollen für Wanderfreunde noch mehr erlebbar gemacht werden.

Schirmitz liegt im Weidener Becken, am Ufer der Waldnaab, die sich im Westen am Ort vorbei schlängelt. Im Nord-Osten wird das Gemeindegebiet von den Ausläufern des Fischerbergs eingerahmt. Gerade von diesen Höhenzügen aus hat man beeindruckende Ausblicke auf das weite Naabtal. Bei guter Sicht ist ein Blick bis zum Parkstein und zum Rauhen Kulm möglich. Neben diesen Naturerlebnissen hat Schirmitz aber viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, zum Beispiel die Sankt-Jakobus-Kirche, den einzigartigen Friedhof mit Holzkreuzen sowie viele Marterln und Kreuze, die im Gemeindegebiet verstreut sind.

Verschiedene Längen

Obwohl durch Schirmitz unter anderem ein Zubringer zum Goldsteig, Wanderrouten der Stadt Weiden oder ein Fernwanderweg nach Leuchtenberg führen, gibt es kein eigenes Rundwanderwegenetz. Diesem Mangel wollte der Arbeitskreis (AK) "Zukunftswerkstatt" Abhilfe schaffen. Zielsetzung war es, einen Panorama-Rundweg durch und um die Gemeinde für Jung und Alt zu schaffen.

Nach den Vorstellungen des AK soll von einem zentralen Ausgangspunkt (Weiß-Weiher, Rathaus oder Parkplatz am Friedhof) aus auf einer Wandertafel der Verlauf, die Länge und die Beschaffenheit der einzelnen Wege ersichtlich gemacht werden. Geplant sei auch, bei dieser Tafel eine Prospektauflage anzubieten, aus der man eine kleine Wanderkarte entnehmen kann.

Es sollen auf jeden Fall verschiedene Rundwanderwege in unterschiedlicher Länge (bis zu fünf oder sechs Kilometer) und unterschiedlicher Begehbarkeit ausgewiesen werden. Zum großen Teil soll dabei auf ein bereits vorhandenes Wegenetz zurückgegriffen werden, jedoch müssten auch vereinzelt kurze Abschnitte durch Wegebaumaßnahmen unter Einbeziehung der Jagdgenossenschaft und der Gemeinde neu erschlossen werden.

An den Wanderwegen sollen auch vorhandene Ruhebänke einbezogen werden. Das Ruheangebot werde man aber noch erweitern müssen. An den Routen sollen auch Hinweisschilder auf Bäume und Sträucher sowie auf historische Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden. Die Planungen des AK sehen auch vor, auf den öffentlichen Grundstücksflächen pflegeleichte Attraktionen für Kinder zu schaffen. Ferner könnte man auf gemeindeeigenen Grundstücken zugängliche Obstbäume anpflanzen.

Der AK will für sein Projekt die Schirmitzer Vereine und auch Privatpersonen als "Paten" gewinnen, die freiwillig Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen übernehmen, zum Beispiel die Überprüfung der Wegemarkierungen oder die Sauberhaltung von Plätzen. Damit könnte der gemeindliche Beitrag so gering wie möglich gehalten werden.

"Kulturkreis" gründen

Bürgermeister Ernst Lenk stellt das Konzept der "Zukunftswerkstatt" in einer Versammlung am Montag, 22. Juni, um 20 Uhr im Bürgersaal offiziell der Öffentlichkeit vor. Dabei soll auch ein "Schirmitzer Kulturkreis" gegründet werden, in den möglichst viele Bürger und Vereine ihre Ideen und Anregungen für ein Jahresprogramm Kultur einbringen. Die Bereiche Naherholung, Geschichte, Tradition, Kunst, Musik und Religion sollen darin abgedeckt werden.
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