Schmuckstück statt Aktenhöhle

Lokales
Schirmitz
11.05.2015
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"Was wir erreichen wollten, haben wir erreicht, nämlich dem Rathaus mehr Transparenz nach außen hin zu verleihen." So fasste Architekt Michael Flierl seine Ideen bei der Einweihung des Bürgerzentrums zusammen.

Altbürgermeister Karl Balk sagte am Samstagvormittag vor zahlreichen Gästen im Bürgersaal, dass die Städtebaufördermittel für die Gemeinde Schirmitz ein Segen waren. "Hier wurden Steuermittel sinnvoll eingesetzt." Sieglinde und Wolfgang Ziegler begleiteten den Festakt mit Querflöte und Piano. Wie Bürgermeister Ernst Lenk hervorhob, seien am bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" Abschluss und Einweihung des dritten Bauabschnitts dafür prädestiniert. Lenk ließ alle drei vollzogenen Abschnitte der Städtebaumaßnahmen in der Gemeinde Revue passieren.

Genauer nahm er dabei die energetische, gestalterische und behindertengerechte Sanierung des Rathauses, die Schaffung eines neuen Bürgersaals mit Teeküche sowie die Neuordnung und Aufwertung des Umfeldes mit neuem Dorfplatz und die Neugestaltung des Freizeitbereichs an der Waldnaab unter die Lupe. Lenks Dank galt den Bediensteten der Verwaltungsgemeinschaft, die während des Umbaus viele Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen mussten.

Begeisterter Pfarrer

An Bauleiterin Nadine Häusler sowie an VG-Baufachmann Sandro Spickenreuther, der von allen Beschäftigten am meisten in die Maßnahmen eingebunden war, überreichte Lenk Präsente.

Architekt Flierl aus Amberg freute sich, dass es gelungen sei, in guter Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Verwaltung, Baufirmen und Architekturbüro dem Rathaus mit frischen Farben und Glaselementen neue Helligkeit und neues Leben einzuhauchen sowie einen Erlebnisbereich für alle Generationen mit Öffnung zur Waldnaab zu schaffen. Als symbolischen Akt der Eröffnung überreichte er an die beiden Bürgermeister einen großen Brezenschlüssel. Der Initiator der Idee "Städtebauförderung" in der Gemeinde, Altbürgermeister Balk, drückte seine Freude darüber aus, dass die neu geschaffenen Schmuckstücke der drei Bauabschnitte im Ort so ein positives Echo in der Bevölkerung gefunden haben. "Die Leute schätzen es, was wir geschaffen haben. Es ist ein starkes Gefühl, zu dem wir uns gratulieren dürfen."

Pfarrer Thomas Stohldreier lobte ebenfalls die Ergebnisse der Dorfsanierung. "Ich gehe jetzt noch viel lieber zu Fuß durch den Ort. Es ist Leben geschaffen worden für die Gemeinschaft", sagte er vor der Segnung. Bei schönem Wetter nutzten viele Bürger am Nachmittag beim Tag der offenen Tür die Möglichkeit, das Rathaus und den Freizeitbereich zu besichtigen. In der Teeküche, im Bürgersaal oder auch an den Tischen im Freien ließen sie sich Kuchen und Kaffee schmecken.

Moni Dobmeier hatte für die Kinder Überraschungen im Spielbereich vorbereitet, der Kanuverein Weiden organisierte für die jungen Gäste Kanu- und Paddelbootfahrten auf der Waldnaab. Die ersten Kugeln rollten auch über die Boccia-Bahn. Gerda Moser und Richard Winter von der "Zukunftswerkstatt" animierten Jugendliche und Erwachsene zum Mitspielen.
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