Siedervortrag: Bezirkskaminkehrermeister gibt Kachelofen-Besitzern Tipps
Nur wenig Holz nachlegen

Lokales
Schirmitz
27.11.2014
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"Die Brennkammer eines Kachelofens darf nicht zu voll geschlichtet werden", lautete der Tipp des Bezirkskaminkehrermeister Manuel Schätzler aus Weiherhammer. Er informierte bei der Siedlergemeinschaft über die Bundesimmissionsschutzverordnung, die seit März 2010 gilt.

Alte Öfen nachrüsten

Seitdem dürfen neue Kamin- und Kachelöfen oder Pelletkessel weniger Staub und Kohlenmonoxid in die Luft pusten. "Ungefähr zehn Prozent der Feinstaubbelastung in Deutschland ist auf Holzfeuerungen zurückzuführen", berichtete Schätzler. Wie der Experte informierte, erfolge die Umsetzung der Richtlinie in zwei Stufen: die erste gelte ab sofort, die zweite ab 1. Januar. Alle Öfen, die vor der ersten Stufe errichtet wurden, auch sogenannte historische Feuerstätten, sind ausgenommen, beruhigte Schätzler die Zuhörer. Diese Öfen müssen bis 2024 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Schätzler verteilte an die Zuhörer Prospekte über das richtige Beheizen von Kaminöfen. Frisches Brennholz enthalte etwa 45 bis 60 Prozent Wasser. Nach einer optimalen Holztrocknung ("ein sonniger und luftiger Lagerplatz, geschützt vor Regen und Schnee und ohne Bodenkontakt") sinke der Wasseranteil in 1 bis 2 Jahren um 15 bis 20 Prozent.

Er riet, sich beim Holzkauf von Händler eine Bestätigung zum Wassergehalt ausstellen lassen. Beim Anheizen des Ofens sollten schnell hohe Temperaturen erzielt werden. Erst wenn ausreichend Grundglut vorhanden sei, dürfe Brennstoff nachgelegt werden. Grundsätzlich soll die Brennkammer nicht zu voll geschlichtet werden. Schätzler riet, lieber öfter kleinere Mengen nachzufüllen. Wenn in der Asche größere Mengen unverbrannten Holzes liegen, deute das auf eine ungenügende Brennleistung hin. Der Referent schenkte den Zuhörern Holzanzünder in einem Päckchen mit Glücksbringer.

Rauchmelder sind Pflicht

Rauchmelder seien nach der Bayerischen Bauordnung für alle Neubauten in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen, zwingend vorgeschrieben, führte der Referent aus. Für ältere Bauten gelte eine Frist bis Ende 2017. Der Sprecher warb dafür, Rauchmelder auch im Wohnzimmer zu installieren. Gute Geräte kosten seiner Meinung 15 bis 20 Euro und müssten nach etwa 10 Jahren ausgetauscht werden.
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