Von Halleluja bis Bon Jovi

Chorleiter Wolfgang Ziegler animierte seine 62 Sängerinnen und Sänger immer wieder zu Höchstleistungen. Selbst ohne Blick in die Notenhefte boten sie Popsongs auf hohem Niveau. Bilder: du
Lokales
Schirmitz
08.11.2015
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"Die Hütte ist voll", verkündete Chorleiter Wolfgang Ziegler mit Stolz. In der Tat war die Mehrzweckhalle am Samstag zum Jahreskonzert des Teeniechors mit annähernd 600 Besuchern restlos gefüllt.

Sogar ein Fanbus aus Schierling war angereist. Dort hatte der Chor im Frühjahr ein Konzert gegeben. Ziegler freute sich auch über eine starke Abordnung aus Moosbach mit Bürgermeister Hermann Ach an der Spitze. Natürlich war auch die örtliche Prominenz vertreten.

Zum Start in die neue Saison präsentierte das Ensemble ein mit zahlreichen neuen Songs einstudiertes Programm, von dem die Zuhörer begeistert waren. Ziegler gab zu, dass die Arbeit mit den Teenies immer schwieriger werde. In seiner Truppe habe er viele Studenten, die unter der Woche in ganz Bayern, von Würzburg bis München, verstreut seien. "Die Proben konzentrierten sich daher auf die Wochenenden."

Man habe oft über vier Stunden an einem Abend für das neue Programm geübt. Dazu seien noch die stressigen Fernsehaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk gekommen. Der Chef zollte seiner Frau Sieglinde für die Unterstützung und allen Sängern und Musikern für die großartige Einstellung und Mitarbeit ein Sonderlob.

Auftakt zum Träumen

Antonia Vogl führte wieder als routinierte und charmante Moderatorin durch den Abend. Am Mischpult sorgte Gerd Schönig für optimalen Hörgenuss. Zum Auftakt ließ das 62 Akteure umfassende Ensemble mit "Empire State of Mind" einen Song von Alicia Keys erklingen. Danach wurden die Zuhörer aufgefordert, die Augen zu schließen, um das Kirchenlied "Dominus lux mea" (Der Herr ist mein Licht) träumerisch zu genießen.

Dann bot der Chor seine zwei vom BR aufgenommenen Lieder "Glory to God almighty" und "September". Ein klassischer Protestsong stand sodann mit dem ausdrucksstark vorgetragenen "Blowing in the Wind" von Bob Dylan und anschließend der Jackie-Wilson-Hit "Higher and higher" auf dem Programm.

Vor der 20-Minuten-Pause, in der sich die Besucher mit Zwiebelkuchen, Brezen und Getränken stärken konnten, überraschte Ziegler mit seiner Truppe noch mit einem "Bayerischen Hallelujah" und einem Medley von Bon-Jovi-Hits, wofür es starken Applaus gab.

Im zweiten Teil der reichhaltigen Angebotspalette standen starke Sololeistungen im Blickpunkt, etwa von Johannes Brem und Tine Steinhauser bei dem Song "Wake me up" oder von Lisa-Marie Moll beim Peter-Maffay-Stück "Ich wollte nie erwachsen sein". Dann hatte Chorleiter Ziegler eine schöpferische Pause, als Steinhauser in ihrer unnachahmlichen Art die große Pop-Ballade "Footprins in the Sand" zum Besten gab.

Königlicher Hit

Starken Anklang fand beim Publikum natürlich eine Huldigung an den King of Pop Michael Jackson, von dem mit "Man in the Mirror" einer seiner größten Hits spitzenmäßig dargeboten wurde. Mit "Thinking Out Loud" erinnerte die Gruppe an die Hochzeit ihrer Sängerin Linda.

Dann hörten die Besucher den schon lange erwarteten Titel "Jetzt ist Sommer" von der Gruppe "Schlaumeier", besser bekannt als die "Wise guys". Den Refrain "Sommer ist wenn man trotzdem lacht" sangen die Zuhörer mit. Auch beim "Ho - Hey" von den Lumineers spielten sie mit. Mit "Haven't met you yet" und "Don't stop me now" verabschiedeten sich Sänger und Musiker vom Publikum, das stehend lang anhaltenden Beifall spendete. Als Zugabe sang der Chor "Auf uns".
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