1. Schirmitzer Open-Air-Filmnacht
Ratatouille bei Monsieur Claude

Bestens ausgerüstet verfolgten die jungen und erwachsenen Besucher der Open-Air-Filmnacht die beiden Streifen. Der Kulturkreis bewies mit dieser Veranstaltung ein feines Näschen. Bild: du
Vermischtes
Schirmitz
22.08.2016
52
0

Film ab! Einen großen Multi-Kulti-Spaß aus Frankreich erleben zahlreiche Kinder und Erwachsene bei der 1. Schirmitzer Open-Air-Filmnacht vor der Jakobsklause.

Viele Besucher hatten Garten- und Campingstühle, Decken und Luftmatratzen mitgebracht. Der Kulturkreis traf mit dieser Premiere voll ins Schwarze. Vorsitzender Dr. Franz-Hermann Beckmann freute sich über den großen Zuspruch. Schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn hatten die ersten Besucher Einlass begehrt. Bei optimalem Wetter waren viele Kinder schon zum ersten Film mit ihren Eltern gekommen. Die Kulturfreunde boten den Gästen allerlei Schmankerln an. Großen Zulauf hatte vor allem Schatzmeisterin Moni Dobmeier an der Popcorn-Maschine. Altbürgermeister Karl Balk versorgte die Besucher mit Getränken, während zweite Vorsitzende Gerda Moser und Schriftführerin Jessica Zacharek leckere Brotaufstriche, belegte Baguettes, Brezen, Obatz'n und weitere Köstlichkeiten anboten.

Flinke Landratte


Den ersten Streifen, einen lustigen Zeichentrickfilm als Animation mit dem Titel "Ratatouille", verfolgten vor allem die Jugendlichen mit großen Interesse. Remy, eine flinke Landratte mit feinem Näschen, will nicht immer nur den Abfall durchwühlen, sie fühlt sich zu Höherem berufen. Die Kinder amüsierten sich köstlich, wie der kulinarisch versierte Nager, verborgen unter der Kochmütze eines Küchenjungen, in einem Pariser Restaurant himmlische Menüs zaubert und dem Chefkoch zeigt, wie Haute Cuisine funktioniert. Für dieses "Festmahl" aus der Pixar-Küche gab es begeistert Applaus.

Nicht weniger Spaß hatten die Erwachsenen an der im Anschluss vorgeführten Multi-Kulti-Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter". Dabei erlebten die Zuschauer ein gut situiertes Ehepaar in der französischen Provinz mit vier hübschen Töchtern, die am glücklichsten sind, wenn die Familientraditionen genauso bleiben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Druck. In die französische Lebensart platzen so unvermittelt andere Welten und jedes gemütliche Familienfest gerät zum interkulturellen Minenfeld.

Zähneknirschend


Da ist die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten, geradezu Musik in den Ohren der Eltern. Doch als sie ihrem zukünftigen Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden. Aber auch Charles' Familie knirscht wegen dieser Partie mächtig mit den Zähnen. Es folgt ein Schlagabtausch der kulturellen Vorurteile, bis das familiäre Federnrupfen dem Brautpaar die Lust an der Hochzeit zu verderben droht.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.