Forstwirtschaftliches Gutachten 2015: Laubbäume stärker noffen als Nadelholz
Verbiss stoppen

Vermischtes
Schirmitz
29.03.2016
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Auf ein ruhiges Jahr blickten Jagdvorsteher Gerhard Adam und Jagdpächter Markus Grillmayer in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Adam berichtete den 31 Teilnehmern, dass er im Januar 2015 das forstwirtschaftliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erhalten habe.

Der Gutachter stellte fest, dass die Wälder der Hegegemeinschaft auf den teilweise ärmeren Böden stark von Kiefernbeständen geprägt seien. Die Verjüngungsmaßnahmen wurden in Kategorien nach dem Verbiss-Anteil bewertet. Der Verbiss weise bei den Baumarten leider eine zunehmende Tendenz auf. Beim Nadelholz stelle dies noch kein Problem dar, beim Laubholz müsse dieser Trend aber in Zukunft gestoppt werden.

Die Empfehlung für die Abschussplanung laute daher: Wegen des rückläufigen Verbisses bei der Eiche sowie einem Anteil von nur acht Prozent vollständig geschützter Verjüngungsflächen, könnten die Jäger auf eine Abschusserhöhung verzichten und den bisherigen Abschuss als Mindestmaß tolerieren. Vor allem im mittleren und nordöstlichen Teil der Hegegemeinschaft sollte aber eine verschärfte Bejagung den Erhalt der dort überwiegend vorhandenen Mischbaumarten sichern.

Das Protokoll von Schriftführerin Rose Krug genehmigten die Jagdgenossen einstimmig. Auch mit dem Finanzbericht des Schatzmeisters Bernhard Eckert waren sie zufrieden. Michael Kick und Ludwig Bock bestätigten als Revisoren eine einwandfreie Kassenführung. Den Abschussplan hätten die Jäger laut Grillmayers vollständig erfüllt. Erlegt wurden 1 Rotwild-Spießer, 4 Wildschweine, 14 Rehe (davon fielen 6 dem Verkehr zum Opfer), 2 Dachse (ebenfalls im Verkehr getötet), 12 Füchse und 27 Enten. Der Jagdpächter verhehlte nicht, dass die Situation mit den Wildschweinen immer schlimmer werde. "Der Druck durch die Spaziergänger nimmt zu."

Dieses Problem erkannte auch Bürgermeister Ernst Lenk. Er meinte, dass es der Jagdpächter durch Leute, die ihre Freizeit im Revier verbringen, nicht immer leicht habe. Lenk versprach dabei die Unterstützung der Gemeinde.

Für den verstorbenen Betreuer der Viehwaage, Hans Eckert, wählten die Jagdgenossen dessen Frau Anni Eckert als Nachfolgerin. Einmütigkeit herrschte darüber, dass die Benutzer des Privatweges von Alfons Bauer (Bechtsrieth) sich mit dem Grundbesitzer zusammensetzen und eine Lösung finden sollten. Auf Vorschlag des Jagdvorstehers wurde einstimmig beschlossen, dass die Jagdpacht 2016 wieder in der Kasse bleiben soll.
Der Druck durch Spaziergänger nimmt zu.Jagdpächter Markus Grillmayer
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