Frauenbund-Vorsitzende zieht sich zurück
Schwab kündigt Abschied an

Voller Tatendrang sind (von links) Vorsitzende Waltraud Schwab, Sabine Bäumler, Schatzmeisterin Elisabeth Zeiler und Elfriede Eberhardt. Bild: du
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Schirmitz
26.02.2016
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Ein blühender Frauenbund voll Tatendrang und Spendenbereitschaft präsentierte sich in der Jahreshauptversammlung. Trotzdem löste die Ankündigung von Waltraud Schwab, im nächsten Jahr nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren, Besorgnis aus.

"Ein gutes Frauenbund-Jahr liegt hinter uns", resümierte Schwab zu Beginn, erinnerte aber auch, dass sechs Mitglieder starben. Schriftführerin Theresia Dobmeier stellte das Motto des abgelaufenen Jahres für den Frauenbund heraus: "Versöhnt mit mir - in Frieden mit dir".

Im Tätigkeitsbericht hob die Chronistin hervor, dass der Frauenfasching im Pfarrsaal nach vielen Jahren wieder einmal gut besucht war. Die Auftritte sorgten für ausgelassene Stimmung. 50 Frauen nahmen am Weltgebetstag zum Thema "Begreift meine Liebe" teil. Freude herrschte in der Führungskreis-Sitzung im April über die erfolgreiche Tätigkeit von Sabine Bäumler und Elfriede Eberhardt, die viele Osterweihedeckchen gestickt und genäht hatten. Beim Dorffest war der Verein wieder mit einem Stand vertreten und verkaufte Gulasch.

137 Mitglieder


Das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Thomas Stohldreier wurde nicht nur mitgefeiert, sondern man beteiligte sich auch finanzielle am Jubiläumsgeschenk. Abwechslungsreich ging es mit einem Besuch des Festspiels "Cabaret" auf der Luisenburg und einer Abendwanderung zur "Kleinen Freiheit" in Neubau im Jahresprogramm weiter. Der Drei-Tage-Ausflug ins Zillertal, an dem sich 41 Frauen beteiligten, war einer der Höhepunkte im Vereinsjahr. An der Pfarrwallfahrt beteiligte sich der Verein ebenso wie an der Bezirksbildungskonferenz in Letzau. Die gut frequentierte Adventsfeier stand unter dem Motto "Zur Mitte kommen". Die Frauen übernahmen an Weihnachten das Schmücken der Christbäume in der Pfarrkirche. Abschließend bezifferte Dobmeier den Mitgliederstand auf 137 Personen.

Schatzmeisterin Elisabeth Zeiler berichtete von einer gesunden Finanzlage. Im letzten Jahr konnte sogar ein Plus erwirtschaftet werden. Der Haupteinnahmeposten seien die 860 Euro Erlös vom Verkauf der gestickten Weihedeckchen gewesen. Helga Stöckl bestätigte als Revisorin eine einwandfreie Kassenführung. Zeiler überreichte an Pfarrer Stohldreier einen Zuschuss von 300 Euro zur Abdeckung der Kosten für Heizung, Wasserverbrauch und Pfarrsaalnutzung. Außerdem kündigte sie an, dass der Frauenbund noch eine Spende von 500 Euro für die Kinderkrebshilfe geben werde. Vorsitzende Schwab dankte allen Mitgliedern und Helfern für den Einsatz.

Als nächste Veranstaltungen gab sie den Weltgebetstag am 4. März und den Einkehrtag am 10. März in Johannisthal bekannt. Auch eine Besichtigung des NT-Druckzentrums in Weiden sowie der Besuch eines Luisenburg-Festspiels und ein Jahresausflug in den Schwarzwald seien geplant. Schwab kündigte aber auch an, dass sie 2017 nicht mehr als Vorsitzende zur Verfügung stehen werde.

Stohldreier warnt FrauenbundGeistlicher Beirat Thomas Stohldreier dankte in seiner Ansprache zunächst für ein "ansprechendes Frauenbund-Jahr mit vielen Höhepunkten", besonders für den Einsatz der Vorsitzenden Waltraud Schwab und ihrem Führungsteam.

Gleichzeitig nutze er aber die Ankündigung Schwabs über die Aufgabe der Führungsposition im nächsten Jahr für ernste Worte. "Es geht um den Fortbestand des Frauenbunds", sagte er knallhart. Stohldreier schilderte diesbezüglich den Niedergang des Frauenbunds Bechtsrieth. Dieser sei praktisch tot und stehe vor der Auflösung. "Was ich in Bechtsrieth erlebt habe, hat mich erschüttert", bekannte er freimütig.

Dies soll sich in Schirmitz nicht wiederholen. Mit bitterernster Mine warnte er den Frauenbund vor ähnlichen Verhältnissen wie im benachbarten Zweigverein. Noch sei es aber nicht zu spät, wenn sich im nächsten Jahr eine Nachfolgerin finden lasse. "Auf jeden Fall ist zumindest ein Vier-Frauen-Führungsteam für den weiteren Bestand notwendig", betonte Stohldreier.

Er forderte die Schirmitzer Frauen auf, mit der Nachfolgeregelung nicht bis 2017 zu warten, sondern schon jetzt die Zeit zu nutzen. "Es ist wirklich eine todernste Sache." Selten hat man den Pfarrer so besorgt gesehen und so eindringlich sprechen hören. (du)
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