Größte Insektenschau Süddeutschlands gastiert in Schirmitz
Hin und weg von Prachtfaltern

Die größte Privatsammlung Deutschlands mit rund einer Viertel Million Schmetterlingen besitzt die Familie von Börsensekretär Manfred Ströhle (hinten, links). Ehefrau Liliya (rechts) sowie die Söhne Steve und Tim (vorne, von links) sind ebenfalls begeisterte Sammler.
Vermischtes
Schirmitz
13.09.2016
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Internationales Flair liegt über der größten Insektenausstellung Süddeutschlands in der Schirmitzer Mehrzweckhalle. Der Entomologische Arbeitskreis Ostbayern freut sich über 70 Aussteller aus 9 Nationen.

Bei der Schau waren gut 100 000 Exemplare, vom größten Falter bis zur kleinsten Motte, zu sehen. Börsensekretär Manfred Ströhle strahlte über den guten Besuch der siebten Ausstellung in Schirmitz. Sie erfreue sich immer größeren Zuspruchs.

Junge Mitglieder


Besonders angetan war Ströhle vom großen Interesse der Jugend. "Wir haben sieben neue Mitglieder von 16 bis 20 Jahren dazubekommen." Zusammen mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises, Peter Huber aus Weiden, war er mit dem Ablauf zufrieden. Ströhle verriet, dass er zu Hause die größte Privatsammlung Deutschlands mit 250 000 Schmetterlingen aus aller Welt besitze. Die Söhne Steve (12) und Tim (10) seien ebenfalls begeisterte Insektenfreunde und sammelten bei der Börse in Schirmitz eifrig weitere Exemplare bunter Falter.

Aus dem Oman


Einer der ältesten Insektenkundler und Aussteller war der 80-jährige Manfred Bergler aus Meerbodenreuth. "Ich betreibe mein schönes Hobby schon seit 1962 und habe die verschiedenartigsten Schmetterlinge auf meinen Reisen nach Griechenland, Marokko, Türkei, Spanien und in den Oman gesammelt", berichtet der ehemalige Kriminalhauptkommissar bei der Kripo in Weiden stolz. Inzwischen umfasst seine Sammlung etwa 30 000 Schmetterlinge.

Die 70 Aussteller zeigten den Artenreichtum heimischer und exotischer Insektenfauna. Die Entomologen reisten nicht nur aus allen Teilen Deutschlands, sondern auch aus Österreich, Tschechien, der Slowakei, der Schweiz, Frankreich, Holland und sogar aus Weißrussland und der Ukraine an. Über 1000 Gäste besuchten die Schau und sahen Schmetterlinge aus der ganzen Welt. Prachtstück war der Atlasfalter (Atacus atlas), mit einer Spannweite bis zu 30 Zentimetern der größte Falter überhaupt.

Die Entomologen hatten zudem seltene Raupen, Vogelspinnen und 15 Zentimeter lange Käfer im Sortiment. In der Halle herrschte von 8.30 bis 14 Uhr emsiges Treiben. Die Veranstaltung bot den Fachleuten Gelegenheit zum Kauf und Tausch. Unter den Insektenkundlern waren Stammgäste wie Dr. Jan Svoboda und Dr. Josef Louda aus Tschechien, die mit über 1000 Exemplaren zu den größten Ausstellern zählten.

Fachgespräche


Laut Börsensekretär Ströhle waren unter den Besuchern auch Uni-Professoren aus ganz Deutschland. Bereits am Vortag hatten sich 65 Experten zu Fachgesprächen im Naturfreundehaus in Trauschendorf getroffen. Michael Schaarschmidt aus Leipzig referierte über "Westerncape Südafrika - Nachtfalter".
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