Humorvolle Predigt von Pfarrer Thomas Stohldreier
Predigt mit Pfiff

Ohne Reime, aber mit viel Humor würzte Pfarrer Thomas Stohldreier seine Predigten am Faschingswochenende. Bild: du
Vermischtes
Schirmitz
08.02.2016
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Zum ersten Mal nach vielen Jahren verzichtete Pfarrer Thomas Stohldreier in den Gottesdiensten am Wochenende auf Narrenkappe und Faschingspredigt. Seine Ansprache war trotzdem mit viel Humor gewürzt.

Der Seelsorger begann seine Predigt so: "Leider muss ich Sie enttäuschen, denn ab heute halte ich keine Faschingspredigt mehr. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, aber der Aufwand steht mittlerweile in keinem Verhältnis mehr. Ich brauche für die Reime einfach zu lang. Ab 50 geht es die Böschung runter und mit 25 Dienstjahren ist man reif für den Rücken zum Volk. Ab heute sind wir also ernst." Stohldreier nutzte diese Sätze als Einstieg zum Tagesthema "Berufung", streute dabei aber immer wieder auch humorvolle Passagen ein. So zitierte er einen Bischof, der nach der Firmung zum Oberministranten sagt: "Na junger Mann, man sieht, du hast Freude beim Ministrieren. Schon mal nachgedacht, Priester zu werden?" Noch ehe er antworten kann, sagt die Oberministrantin daneben: "Pah, der gehört schon mir."

Folgsame Messdiener


Der Prediger weiter: "Also, ich muss schon sagen, ich hab ja mit meinen Oberministranten wahnsinnig Glück. Sie sind ausgesucht höflich, folgen mir und widersprechen mir nicht. Aber ich trau' dem Braten nicht. Ich könnte ja schon deren Opa sein. Und zum Opa ist man immer freundlich. Wir wollen ja, dass er noch lange durchhält. Auch wie mir mal ein alt gewordener Ehemann anvertraut hat: 'Es loud alles nou.'"

Zu der größten Berufung als Christ seit der Taufe, führte der Pfarrer aus, sei diese die schönste und wichtigste, die es gebe. "Auch wenn uns manchmal die Kirche ärgert." Der Prediger meinte aber, dass es momentan gar nicht so schlecht laufe. "Der Papst macht Freude, unser Bischof gibt sich in der Domspatzen-Affäre wirklich Mühe und unser Kardinal Gerhard Ludwig hält sich auch zurück."

Deshalb widmete er diesem zum Schluss einen Witz: Ein Kardinal ist unterwegs und übernachtet in einem Frauenkloster. Nachts wird er wach und will noch ein bisschen frische Luft schnappen. Er geht in den Klostergarten. Es ist eine laue Sommernacht und der Mond scheint hell. Doch er ist nicht allein. Ein paar Schritte weiter sieht er eine Nonne, die einen Kinderwagen schiebt.

Er geht auf sie zu und spricht sie an: "So so, das ist wohl hier das Klostergeheimnis." Antwort der Nonne: "Nein, Eure Eminenz, ein Kardinalfehler!"
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