Schirmitzer Gemeinderat schlägt Vorschläge der Architekten aus
Überquerungshilfe abgelehnt

In der Kirchenstraße geht es im nächsten Jahr rund. Während die Gemeinde ab Sparkasse (rechts) bis zur Einmündung der Sandstraße Fahrbahn, Gehwege, Kanal- und Wasserleitungen erneuern und neue Parkplätze schaffen will, plant die Pfarrei gleichzeitig die Sanierung des Gotteshaus und eine Neugestaltung des Kirchplatzes. Der Gemeinderat äußerte Bedenken zur Koordination der Maßnahmen. Auch gefielen die Planungen der Architekten nicht. Die Planer schlugen unter anderem eine Überquerungshilfe auf Höhe des Kirch
Vermischtes
Schirmitz
19.12.2015
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Simone Reil vom Harth- und Flierl-Architekturbüro in Amberg erntete nicht zur Zustimmung. Sie legte dem Gemeinderat die Planung für den Ausbau der Kirchenstraße und der Straße "An der Kirche" vor.

Zwei Vorschläge lehnten die Räte ab. Außerdem befürchtete das Gremium bei den Arbeiten Überschneidungen mit der gleichzeitigen Kirchensanierung.

Neues Bushäuschen


Erfreuliches konnte Reil aber mit dem geplanten Neubau einer barrierefreien Bushaltestelle mit Wartehäuschen an der Ecke Postkeller-/Bachstraße offerieren. Wie VG-Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert dazu bemerkte, gebe es für dieses Vorhaben ein neues Förderprogramm. Bürgermeister Ernst Lenk ergänzte, dass barrierefreie Bushaltestellen auch vom Landratsamt gefördert würden. Die Amberger Architekten schlugen in der Kirchenstraße eine Überquerungshilfe auf Höhe des Kirchplatzes vor. Zur Realisierung wäre eine Verschiebung der Fahrbahn und des Gehweges zum Kirchplatz hin notwendig. Allerdings erschwere das das Ausfahren aus den Parkplätzen in diesem Bereich. Der Gemeinderat lehnte deshalb den Vorschlag einstimmig ab.

Kanal marode


Ferner schlugen die Planer vor, die Straße im Bereich des Kirchplatzes mit Granitplatten zu pflastern. Das Areal würde dadurch enorm aufgewertet werden. Auch dieses Angebot lehnte der Gemeinderat als nicht sinnvoll ab und votierte übereinstimmend für einen Ausbau in Asphalt. Notwendig sei hingegen die Erneuerung des Kanals in der Straße "An der Kirche", der laut Bürgermeister lenk in einem sehr schlechten Zustand sei. In die Grünfläche an der Nordseite der Pfarrkirche werden zehn neue Parkplätze integriert.

Zweiter Bürgermeister Josef Robl und Stefan Koller (beide CSU) hatten Bedenken wegen des von den Planern vorgesehenen gleichzeitigen Ausbaus von Kirchenstraße und der Sanierung von Pfarrkirche mit Kirchplatz. Sie befürchteten, dass es Überschneidungen bei den Abläufen geben könnte, die zu Schäden in bereits ausgebauten Teilflächen führen. Es sei eine Koordinierung der beiden Architekturbüros von Gemeinde und Pfarrei erforderlich, die dem Gemeinderat vorgelegt werden sollte. Reil soll dazu mit den Architekten sprechen. Eine endgültige Entscheidung über die Maßnahme behielt sich der Gemeinderat bis zum Eingang des Bodengutachtens voraussichtlich in der Sitzung im Januar oder Februar vor.

119 Beschlüsse


Dem Antrag der SpVgg auf Benutzung der Mehrzweckhalle für den Sportlerball am 30. Januar gab der Gemeinderat zu den üblichen Bedingungen statt. Bürgermeister Lenk verzichtete mit Hinweis auf die Bürgerversammlung vor drei Wochen auf den Jahresrückblick. Das Gremium habe in 11 Sitzungen 119 Beschlüsse gefasst. Lenk dankte seinem Stellvertreter Robl, dem Gemeinderat und der Verwaltung für die Zusammenarbeit sowie den Ehrenamtlichen in der Gemeinde.
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