Experte informiert über das Stromsparen
"Wäschetrockner tun weh"

Bürgermeister Ernst Lenk (Zweiter von links) eröffnete die Ausstellung "Energiewende". Danach sprach der Geschäftsführer des Energie-Technologischen Zentrums (ETZ) Nordoberpfalz, Matthias Rösch (links). Er führte durch die Ausstellung im Rathaus. Bild: du
Wirtschaft
Schirmitz
20.10.2016
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Lüften, Heizkörper oder Wäschetrockner: Strom sparen geht an vielen Stellen. Darüber informiert der Geschäftsführer des Energie-Technologischen-Zentrums bei der Ausstellungseröffnung zur Energiewende.

Bürgermeister Ernst Lenk eröffnete eine Leihausstellung der Regierung der Oberpfalz. Die Stücke sind auf drei Etagen des Rathauses verteilt. Besucher können sie bis Montag, 7. November besichtigen.

Lenk hieß als Fachmann den Geschäftsführer des Energie-Technologischen-Zentrums (ETZ) Nordoberpfalz, Matthias Rösch, willkommen. Der Diplom-Ingenieur informierte die Gäste über die drei Bereiche Energie sparen, Energieeffizienz erhöhen und Erneuerbare Energien nutzen.

Strommessgerät wichtig


Der Experte klärte über die Vorteile von Energiesparfenstern bei einer vorgeführten Drei-Scheiben-Verglasung auf. Die Stationen im ersten Obergeschoss geben Tipps zur Reduzierung des Energieverbrauchs. "Das hat etwas mit dem Nutzungsverhalten zu tun", sagte Rösch. "Wäschetrockner zum Beispiel tun wirklich weh beim Stromverbrauch." Weiter verwies der Referent auf die Effizienz durch gute Fenster, auf die Windenergie, die Sanierung eines Altbaus mit Hochlochziegel oder Holzbauweise. Thema einer Station ist auch der Solarstrom.

Im zweiten Obergeschoss ist die Zukunft der Beleuchtung ausgestellt. Als "Zeichen der Zeit" bezeichnete Rösch LED-Leuchten, die nur einen Bruchteil des Stroms verbrauchen. Außerdem hätten LED-Lampen eine viel längere Lebensdauer. "Auch ein Strommessgerät ist wichtig, um herauszufinden, wo man im Haushalt die größten Strommengen verbraucht", sagte der Geschäftsführer.

Tipps zum Sanieren


Beim Vortrag im Bürgersaal gab Rösch Tipps zum richtigen Vorgehen bei einer energetischen Sanierung und informierte über Fördermöglichkeiten. Er erklärte, dass sich das ETZ als unabhängiges Dienstleistungszentrum für Bürger, Unternehmen und Kommunen in den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth und der Stadt Weiden versteht. Es befindet sich in der Bernhard-Suttner-Straße 4 im ersten Stock der Max-Reger-Halle. Dort können Interessenten den ersten Schritt zur energetischen Sanierung durch eine kostenlose Sprechstunde oder eine telefonische Auskunft machen. Die Erstberatung umfasst allgemeine Tipps zur Energieeinsparung, wie zum Beispiel richtiges Lüften oder den hydraulischen Abgleich der Heizkörper.

Bei Heizung ansetzen


"Der Verbrauch eines Durchschnittshaushalts liegt derzeit bei 75 Prozent für Heizung, 12 Prozent für Warmwasser und 13 Prozent für Stromverbrauch", führte der Fachmann aus. "Demnach liegen die größten Einsparpotentiale bei der Heizung." Rösch wies auf ein neues Förderprogramm zur Heizungsoptimierung hin. Es werde mit bis zu 30 Prozent bezuschusst. Durch den Austausch der Heizungspumpe könnten Stromkosten bis zu 172 Euro jährlich gespart werden.

Rösch stellte weitere Förderprogramme vor, für die es die kostenlose Beratung bei der ETZ gebe. Um die bezuschusste Vor-Ort-Beratung kümmere sich der Energieberater.
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