Acht Kilometer Glasfaserkabel

Die Um- und Neugestaltung des Bürgerhauses und seines Umfelds sowie der Umbau des Feuerwehrhauses: Das waren die letzten Baumaßnahmen der Gemeinde Schlammersdorf. Mit der Versorgung mit schnellem Internet setzt sie ein weiteres Zeichen für die Zukunft. Bilder: wmi (2)
Lokales
Schlammersdorf
22.08.2015
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Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Schlammersdorf gewonnen. Ab August 2016 können über 300 Haushalte Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen.

Mit Schreiben vom 11. August erteilte die Regierung der Oberpfalz der Gemeinde die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn.

Am Dienstag unterzeichneten Bürgermeister Gerhard Löckler und Friedrich Weinlein, Ansprechpartner der Telekom für die Kommunen, in der Verwaltungsgemeinschaft in Kirchenthumbach den Vertrag für den Breitbandausbau. Die Telekom wird circa acht Kilometer Glasfaserkabel verlegen und fünf Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und mit modernster Technik ausstatten. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

"Wir danken der Gemeinde Schlammersdorf für das Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen", sagte Weinlein. "Wir versorgen Schlammersdorf, Menzlas, Naslitz, Ernstfeld und Moos mit der neuesten Internet-Technik und machen die Gemeinde damit zukunftssicher", versprach der Vertreter der Telekom.

Mit der Unterschrift unter den Vertrag steigt das Unternehmen in die Feinplanung für den Breitbandausbau ein. Gleichzeitig werden Baugenehmigungen eingeholt und die Bauarbeiten vergeben. Wenn alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, soll der Anschluss ans FTTC-Netz der Telekom erfolgen. Dies wird voraussichtlich im August nächsten Jahres der Fall sein.

15 Monate hat es gedauert vom Start des Förderverfahrens, das die Firma IK-T Regensburg beratend begleitet hat, bis zum Beginn der Umsetzung der Maßnahme. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 504 000 Euro, die Deckungslücke beträgt 437 436 Euro. Für Letztere erhält die Kommune 80 Prozent Förderung; die restlichen 20 Prozent muss sie selbst aufbringen.

Dass die Gemeinde beim Ausbau der Ortsdurchfahrten Schlammersdorf und Ernstfeld sowie im neuen Geh- und Radweg nach Ernstfeld vorausschauend Leerrohre auf eigene Kosten verlegen ließ, erweist sich jetzt als sehr positiv. Dies sei ein "Riesenvorteil in aufwandsmäßiger und finanzieller Hinsicht", erklärte Friedrich Weinlein. Denn vom Ortseingang Schlammersdorf bis zum Ortsende Ernstfeld müssen die Glasfaserkabel nur noch eingeblasen werden. Die Leerrohre werden dem Netzbetreiber zur Miete überlassen.
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