"Äste in die Welt strecken"

Lokales
Schlammersdorf
06.08.2015
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Am Freitag wurden 13 Kinder der Kindertagesstätte St. Luzia in einen neuen Lebensabschnitt entlassen. Bei der Feier blickten nicht nur einige Kinder wehmütig auf ihre Kindergartenzeit zurück.

Viele Eltern, Großeltern und Geschwister waren in das Gotteshaus gekommen, um die Vorschulkinder mit einer Abschlussandacht aus der Einrichtung zu verabschieden und um Dank zu sagen. Mittags waren die künftigen Erstklässler feierlich aus der Kindertagesstätte "geworfen" worden. Der ein oder andere Gast musste sich eine Träne verdrücken.

"Im Frühling zähl ich ruhelos die Tage und spüre, wie das Leben neu in mir erwacht. Bin stolz, wenn ich die ersten Blüten trage, die bald darauf die Sonne zu reifen Früchten macht", klang es aus dem Lautsprecher, als die 13 Vorschulkinder mit Pater Adrian Kugler und dem Personal des Kindergartens in die Pfarrkirche einzogen. Der Peter-Maffay-Song vom "Baum des Lebens" passte zum Motto der Abschlussandacht.

Pater Kugler begrüßte die Kinder mit "Morning has broken": Der Morgen ist angebrochen. "Für euch bricht auch bald eine neue Zeit an - die Schulzeit. Aber erstmal ist das heute euer Gottesdienst und euer Tag", gratulierte er. Er freute sich, dass so viele Gäste die Feier besuchten. Tagesstättenleiterin Anita Waletzko verglich die Entwicklung der Kinder mit einem winzigen Pflänzchen, das im Laufe des Lebens zu einem stattlichen Baum wird: "Als ihr in den Kindergarten gekommen seid, wart ihr ganz klein, so wie das kleine Pflänzchen hier." Die erste Schüchternheit war bald abgelegt und das kleine Bäumchen bekam Äste, "die es in die Welt strecken kann. Wie der Baum seid auch ihr in der Kita aufgeblüht und habt viel gelernt und seid daran gewachsen."

In der Schulzeit erginge es ihnen auch wieder wie dem Bäumchen, verglich die Kita-Leiterin. Genauso wie der Baum bald die ersten Früchte bekomme, passiere mit ihnen auch etwas vollkommen Neues: lesen, rechnen, schreiben, lernen. "Nun seid ihr gesegnet und gut beschützt und könnt in der Schule mit der Unterstützung vom lieben Gott, euren Eltern und den Lehrern weiter wachsen bis ihr ganz groß und stark seid, wie ein stattlicher Baum", wünschte sie den künftigen Abc-Schützen.

Als Erinnerung bekam jedes Kind einen kleinen Baum für Zuhause. Wenn sie ihn immer gut gießen und pflegen, könnten sie ihm beim Wachsen zusehen und sich immer an ihre Kindergartenzeit erinnern, wünschten die ehemaligen Betreuerinnen. "Wenn der Baum ganz groß ist, seid ihr dies dann auch." Abschließend bedankte sich Waletzko stellvertretend für ihre Kolleginnen beim Elternbeirat und Christoph Müller für die Kostenbeteiligung an den 13 Bäumchen.
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