Auch künftig alles klar

Lokales
Schlammersdorf
27.07.2015
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Zwei Schnecken und ein Drehkolbengebläse beschäftigten den Abwasserzweckverband Schlammersdorf-Vorbach in seiner Sitzung. Beide Teile in der Kläranlage arbeiten noch einwandfrei, aber die Räte wollten nicht warten, bis das nicht mehr gilt.

Die Kläranlage bei Oberbibrach arbeitet seit 1997, angeschlossen sind alle Haushalte der Gemeinden Vorbach und Schlammersdorf. Das sind zirka 2300 Einwohnerwerte. Die Kläranlage ist gut ausgelastet. 2014 verarbeitete sie rund 400 000 Kubikmeter Wasser, eingeschlossen das Schmutz- und Niederschlagswasser. Zwei Schnecken befördern das Abwasser in der Kläranlage zur Bearbeitung sechs bis acht Meter nach oben. Jede Schnecke arbeitet ungefähr 3500 Stunden pro Jahr, was in den 17 Jahren 60 000 Betriebsstunden ergibt. Das Gremium machte sich Gedanken über den Ersatz.

Ein Super-Gau

"Das ist kein Produkt, das man schnell aus dem Katalog bestellt", so Verbandsvorsitzender Gerhard Löckler. Diese Schnecken haben eine Herstellungs- und Lieferdauer von mindestens sechs Monaten. Würden beide Anlagen ausfallen, wäre das ein Supergau. Man müsse damit rechnen, dass nach 17 Jahren Dauereinsatz das Material erschöpft sei. Deshalb wurde entschieden, dass die Stadtwerke Grafenwöhr Angebote einholen sollen.

Günstiges Angebot

Auch das Drehkolbengebläse für das Belebungsbecken ist eine Schwachstelle der Anlage. Da in der Kläranlage bei Oberbibrach bereits mit einem Ersatzgerät einer Firma aus Weidenberg gearbeitet wird, wurde der Auftrag an dieses Unternehmen erteilt. "Im Haushalt haben wir 12 000 Euro", erklärte Löckler. Das Angebot liegt unter dem Wert. Die Neuanschaffung soll in den kommenden Wochen installiert werden.

Neben dem Haushaltsplan 2015 ging es um die im März 2014 erfolgte Jahresrechnungen für den Abwasserzweckverband Schlammersdorf-Vorbach für die Haushaltsjahre 2008 bis 2012. Da der Betrieb der Kläranlage an die Stadtwerke Grafenwöhr übergeben wurde, sind in der Kalkulation Veränderungen notwendig. "Kleinere Themen sind schnell verändert", meinte Löckler zu den Punkten. Kämmerer Michael Eisner sei sehr zufrieden mit der Prüfung.

Die Beschlussfassung über Haushalts- und Stellenplan 2015 war schnell erledigt. "Der Zweckverband steht solide da", betonte Kämmerer Michael Eisner. Jedoch dürfe in Zukunft nichts Größeres kaputtgehen.
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