Brücken unter der Lupe

Stabil oder labil? Diese Frage zum Zustand der Creußenbrücke in Naslitz soll ein Gutachten klären. Der Gemeinderat beauftragte den TÜV Süd mit der entsprechenden Untersuchung. Bild: lgc
Lokales
Schlammersdorf
30.12.2014
3
0

Die Creußenbrücke in Naslitz soll durch den TÜV Süd einer Hauptprüfung unterzogen werden, bevor weiter über eine eventuelle Erneuerung des Bauwerks diskutiert wird. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner Dezember-Sitzung.

Nachdem ein Panzer der amerikanischen Streitkräfte zu Beginn der 1950er Jahre in Naslitz die Brücke über die Creußen zum Einsturz gebracht hatte, war mit einfachen Mitteln eine neue Brücke gebaut worden. Dabei wurden für die Stützmauern unter anderem die vorhandenen Sandsteine wiederverwendet. Mit einigen Stahlschienen verstärkt, mit Beton ausgefüllt und mit einer Straßendecke versehen, erfüllt die kleine Brücke nun schon seit über sechs Jahrzehnten ihren Dienst und ist wichtiges Verbindungsstück zwischen Naslitz und Funkendorf, beziehungsweise zwischen der Gemeinde Schlammersdorf und Prebitz.

Gemeinsame Sache

Speziell der landwirtschaftliche Verkehr hat in den vergangenen Jahren ihre Belastungsfähigkeit jedoch immer mehr ausgereizt. Da sich Schäden abzeichneten, wurde bereits 2006 der TÜV Süd beauftragt, eine Prüfung der Brücke vorzunehmen. In der Folge wurden verschiedene Verbesserungsmaßnahmen vorgeschlagen, die der Bauhof der Gemeinde auch verwirklicht hat. Insbesondere freiliegende Stahlträger gaben damals Grund zur Beanstandung.

Die jetzt in Auftrag gegebene Prüfung soll vor allem den allgemeinen Zustand der Brücke feststellen und notwendige Unterhaltungsmaßnahmen aufzeigen. Bürgermeister Gerhard Löckler teilte dem Gemeinderat mit, dass die Überprüfung kostengünstiger ausfallen werde als vorher angenommen, da sich Vorbach mit der Brücke in der Oberbibracher Schulstraße anschließe.

Auch sei mit der Nachbargemeinde Übereinstimmung erzielt worden, die gemeinsame Creußenbrücke zwischen Oberbibrach und Moos bei dieser Gelegenheit einer Hauptprüfung unterziehen zu lassen. Insgesamt werden sich die beiden Kommunen somit die Nettokosten von 1380 Euro teilen.

Die Räte beschlossen in der Sitzung außerdem erneut, dass die Gemeinde auch für 2015 an die Jagdgenossenschaft Schlammersdorf den Antrag stellen wird, wie in den vergangenen Jahren die Hälfte der Jagdpacht für die Sanierung von Feldwegen zu verwenden. Die Hälfte der Kosten für die Verbesserung würde dann im Gegenzug wieder die Gemeinde übernehmen.

Gerhard Löckler dankte allen, die bisher persönlich oder finanziell die gute Sache unterstützt haben. Jagdgenossenschaft und Kommune hätten so seit 2004 die stolze Summe von über 43 000 Euro in den Erhalt der nicht nur für die Landwirtschaft wichtigen Feldwege investieren können. Allein im zu Ende gehenden Jahr seien rund 13 000 Euro in die Unterhaltsmaßnahmen geflossen.

Schotter für Radweg

Der Bürgermeister gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass über das Leaderprogramm im Kooperationsraum Vierstädtedreieck 60 Tonnen Schottermaterial für die Verbesserung der Radwegeverbindungen geordert, geliefert und zwischenzeitlich auch vom Bauhof verbaut worden seien. Verbessert worden sei damit der Creußen-Radweg zwischen Moos und Münchsreuth.

Einige Tonnen könnten noch eingebaut werden, informierte Löckler. Er hoffe, über das heuer endende Förderprogramm eventuell noch eine Nachlieferung bestellen zu können.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.