Ein Mann der ersten Stunde

Zusammen mit Kreisrat Johannes Püttner und MdL Tobias Reiß (hinten, von rechts) ehrte CSU-Ortsvorsitzender Gerhard Wiesnet (hinten, links) langjährige Mitglieder. Mit Anstecknadeln, Gutscheinen und Urkunden dankten sie: (vorne, von links) Albert Schwemmer (55), Alfred Schmid (65), Franz Reger (55) und Josef Wiesnet (55 Jahre) sowie (hinten, von links) Franz Püttner, Josef Thaller, Reinhold Biersack und Andreas Wiesnet (jeweils 20 Jahre) für ihre Treue. Bild: wmi
Lokales
Schlammersdorf
07.03.2015
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410 Jahre halten sie zusammen der CSU die Treue: Zwölf Mitglieder zeichnete der Ortsverband in der Hauptversammlung aus. Darunter war ein Mann der ersten Stunde: Alfred Schmid aus Menzlas ist seit 65 Jahren dabei.

Als Alfred Schmid 1950 im jungen Alter von 17 Jahren der CSU beitrat, musste man in Deutschland für zehn frische Eier zwei Stunden und für 500 Gramm Kaffee ganze 26 Stunden arbeiten. Vor 55 Jahren, als sich Franz Reger und Josef Wiesnet aus Ernstfeld sowie Albert Schwemmer aus Menzlas der Partei anschlossen, hatte in den deutsche Haushalten der Wohlstand schon etwas Einzug gehalten.

1975 fand Josef Rümpelein zur CSU. Damals wurde die Volljährigkeit auf 18 Jahre herabgesetzt. Reinhold Biersack (Moos), Stefan Burger (Ernstfeld), Gregor Heitzer (Schlammersdorf), Franz Püttner (Neumühle), Reinhold Schneider (Menzlas), Josef Thaller (Weidenlohe) und Andreas Wiesnet (Ernstfeld) stießen vor 20 Jahren dazu, als der Krieg im ehemaligen Jugoslawien tobte.

"Wie auf einer Insel"

Auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß dankte den Jubilaren für ihre Treue zur CSU und zollte ihnen als Angehörige der Aufbau-Generation nach dem Zweiten Weltkrieg Respekt. "Wenn man die damaligen Verhältnissen mit der heutigen vergleicht und all die aktuellen Krisenherde betrachtet, so kommt man sich in Bayern wie auf einer Insel vor", würdigte er die Lebensqualität heute. In seinem Referat ging er auf die Landespolitik ein.

Vorsitzender Gerhard Wiesnet wurde bei den Neuwahlen (Bericht folgt) für zwei Jahre im Amt bestätigt. Er bezifferte den Mitgliederstand auf 62. Im Rechenschaftsbericht berichtete er von Vorstandssitzungen, Treffen mit den Kollegen aus den Ortsverbänden Vorbach/Oberbibrach und Kirchenthumbach, einer Ortsvorsitzendenkonferenz und Kreisdelegiertenversammlung sowie dem Besuch einer Infoveranstaltung in Amberg zum Thema Breitbandausbau.

Zudem besuchten Abordnungen den Neujahrsempfang und ein Bürgergespräch mit Innenminister Joachim Hermann in Eschenbach sowie den Josefi-Frühschoppen in Grafenwöhr. Die Schwarzen hatten auch Geselliges zu bieten: das 14. Starkbierfest in Moos, das Mitgliederfest beim "Walberer-Schorsch", die Fahrradtour nach Creußen und das erste "Adventglühen", aus dessen Einnahmen 444 Euro als Spende an die Kindertagesstätte flossen.

Über 1000 Portionen

"Beim Bürgerfest haben wir über 1000 Portionen Gegrilltes verkauft und bei der Gemeindemeisterschaft im Luftgewehrschießen den anderen die vorderen Plätze überlassen", blickte Wiesnet zurück. Den Sport- und Jugendbeauftragten Sabrina Kraus und Tanja Renner dankte er für die Finanzierung eines neuen Tornetzes auf dem Spielplatz.

Zudem sei mit den Nachbarortsverbänden einiges unternommen und veranstaltet worden, berichtete der Vorsitzende und zählte auf: die zweite Ausbildungsmesse in Oberbibrach, eine Wahlversammlung zur Europawahl mit Albert Dess in Kirchenthumbach sowie Fahrten in den Landtag nach München und zum Deutschlandfest nach Mödlareuth. Im Kinderferienprogramm wurde eine Radltour zum Flugplatz Speichersdorf angeboten.
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