Gemeinderat stimmt Bewerbung um offene Ganztagsschule zu
"Für Eltern eine feine Sache"

Lokales
Schlammersdorf
03.06.2015
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Die Kommune möchte die Chance nutzen: Sie wird sich um eine offene Ganztagsschule bewerben. So hat es der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung vereinbart. Was die Aussichten betrifft, hält man sich eher bedeckt: In Bayern seien nur 300 Gruppen im Programm, doch es gebe weit mehr Bewerber, merkte Bürgermeister Gerhard Löckler an.

Die sogenannte offene Ganztagsschule an der Grundschule, ein ganztägiges Bildungs- und Betreuungsangebot für Schüler, finde an mindestens vier Wochentagen bis 16 Uhr statt, hatte er eingangs erläutert. Im Schuljahr 2015/2016 laufe an ausgewählten Schulen in Bayern die Pilotphase, ab dem Schuljahr 2016/2017 solle das Angebot schrittweise flächendeckend auf ganz Bayern ausgeweitet werden. Hierfür stünden staatliche Fördermittel zur Verfügung.

"Ich sehe das für die Eltern als eine feine Sache", sagte Löckler. An der Grundschule Oberbibrach, die von den Kindern aus der Gemeinde Schlammersdorf besucht wird, bietet der Verein "Hängematte" schon seit längerer Zeit erfolgreich eine Betreuung an. Dennoch wäre die offene Ganztagsschule eine Weiterentwicklung, machte der Bürgermeister deutlich: "Die pädagogische Betreuung würde aufgestockt."

"Ja" nur noch Formsache

Einig waren sich die Gemeinderäte bei der Zustimmung zum Antrag des St.-Michael-Vereins, der der Träger der Kindertagesstätte ist. Vorsitzender Gerhard Hey hatte bei den Gemeinden Schlammersdorf und Vorbach jeweils Antrag auf Übernahme zusätzlicher Kosten gestellt.

Zum einen ging es dabei um den Kauf eines neues Büroschranks mit passendem Sideboard für den Drucker sowie die Erweiterung der eingezäunten Freifläche in Richtung Westen hin. Laut Bürgermeister Gerhard Löckler sind im Haushalt der Gemeinde 2000 Euro für die Kindertagesstätte eingeplant. Vorbach habe dem Antrag bereits zugestimmt, informierte er. Und so war das "Ja" für die Schlammersdorfer Gemeinderäte nur noch Formsache, da sich beide Kommunen die Kosten teilen.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda wurde ebenfalls relativ schnell abgearbeitet - und mit einem positiven Beschluss gutgeheißen: der Antrag von Bürgermeister Werner Walberer aus Pressath an die Gemeinde, doch Mitglied der Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB) zu werden. Grafenwöhr, Eschenbach, Kirchenthumbach und Vorbach seien bereits beigetreten, stand in dem Schreiben des Pressather Bürgermeisters.

"Die Seniorenarbeit in der Gemeinde steckt in den Kinderschuhen", merkte Bürgermeister Gerhard Löckler an. Es sei aber durchaus sinnvoll, hier aktiv zu werden. Der Mehrwert einer Mitgliedschaft liege in den zusätzlichen Informationen und Ideen, die ausgetauscht werden, der Beitrag belaufe sich gerade einmal auf 0,9 Cent pro Erwachsenem und Jugendlichem.
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