Große Traktoren machen Brücke zu schaffen

Lokales
Schlammersdorf
28.11.2014
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Einfach gebaut - aus Sandsteinen, Beton und Stahl - trotzt sie allen Belastungen und Wetterlagen, die 50 bis 60 Jahre alte Creußenbrücke in Naslitz. Bis jetzt noch. Doch jedes Jahr müssen die Gemeindearbeiter Ausbesserungsarbeiten vornehmen.

Auf Dauer sei das kein Zustand, sagte Bürgermeister Gerhard Löckler in der Sitzung des Gemeinderats. Das Problem liege nicht beim Hochwasser der Creußen - "denn das gab's nur einmal" -, eher im Gewicht der Fahrzeuge. Traktoren wiegen heute bis zu 40 Tonnen und mehr.

Inzwischen zeigten sich an der unteren Seite der Fahrbahn Risse, die Sandsteine seien bereits mehrfach bearbeitet worden. Löckler schlug vor, ein Architekturbüro zu beauftragen, um eine Kostenschätzung zu erhalten. Denn der Betrag müsse in den nächsten Haushalten berücksichtigt werden. Keine Einwände erhob das Gremium gegen die bisherigen Aufwendungen für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses. Der Bürgermeister hatte die Räte zuvor gebeten, die angefallenen Kosten abzusegnen. Zu den Ausgaben von bisher 24 000 Euro kämen die noch nicht in Rechnung gestellten Kosten für Zimmermannsleistungen in Höhe von 10 000 Euro, erläuterte er. Der Haushaltsansatz 2014 von 30 000 Euro werde somit überschritten.

Die Feuerwehr müsse nun auflisten, welche Ausgaben voraussichtlich noch anfallen, um diese in den nächsten Haushalt einplanen zu können, sagte Löckler. So ist im Unterrichtsraum noch einiges zu tun; unter anderem stehen der Deckenausbau und die Anschaffung einer Sitzgruppe an. Diese Arbeiten finanziere die Feuerwehr selbst.

"Enormer Kraftakt"

Der Bürgermeister bedankte sich in diesem Zusammenhang bei allen Helfern. "Wir vom Gemeinderat sind uns bewusst, welchen enormen Kraftakt das Team stemmt. Die Eigenleistung kann man gar nicht hoch genug loben", lautete auch der Tenor im Gremium.

"Die Stabilisierungshilfe ging an Schlammersdorf vorbei", stellte Löckler knapp fest. Vielleicht sei es nicht richtig, wenn immer darauf geachtet werde zu sparen. Für ihn sei aber ein stabiler Haushalt wichtiger als eine Stabilisierungshilfe, erklärte er. Besonderen Dank sprach er dem früheren Kämmerer Thomas Krapf aus, der - leider vergeblich - sehr viel Zeit und Arbeit in den Antrag auf Stabilisierungshilfe gesteckt habe.

Mitglied in Musikschule

"Wo man musiziert, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder": Gemäß diesem Spruch stimmten alle Räte einer Mitgliedschaft der Kommune in der Musikschule Vierstädtedreieck zu. Das Thema war schon länger im Gemeinderat aktuell; bisher konnte man sich allerdings nicht einigen.

Da das Gremium jedoch um die Qualität der Schule weiß, wurde jetzt eine Entscheidung konkret. Alleine die vielen Auftritte der Musikschüler bei diversen Veranstaltungen seien ein Garant für Beständigkeit und Nachhaltigkeit, betonten die Gemeinderäte.
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