Mehr Platz für Urnen

Die "Bärengruppe" hat Platzprobleme: Sie kann nur den Bereich hinter den Glaselementen als eigentlichen Gruppenraum nutzen. Mit einer Ständerwand sollen nun eine neue Aufteilung erreicht und ein abgeschlossener Raum geschaffen werden. Bild: ilt
Lokales
Schlammersdorf
03.11.2015
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Zum Ende des Haushaltsjahres steht in der Gemeinde noch einiges an. Neben einem Zuschussantrag des St.-Michael-Vereins stand auch der Friedhof auf der Agenda des Gemeinderats. Denn die Urnenplätze neigen sich dem Ende zu: Gerade noch zwei von acht sind frei.

"Wir sollten gewappnet sein für die nächsten Jahre", erklärte Bürgermeister Gerhard Löckler in der Sitzung. Deshalb hatte er sich Unterstützung aus der Verwaltungsgemeinschaft geholt. Berthold Schmid, der in der VG im Bauamt tätig ist, empfahl den Räten, sich im Vorfeld genauestens über die Möglichkeiten zu informieren, gebe es doch eine Vielfalt an Urnengräbern und -stelen.

Begrenzter Platz

Im Gremium fiel die Entscheidung jedoch rasch. Die Urnenmauer in Schlammersdorf sei von den Bürgern positiv angenommen worden, der verfügbare Platz im Friedhof sehr beengt. Und so wurde votierte der Gemeinderat nach einigen Überlegungen wieder für eine Urnenmauer. Diese soll ähnlich der bestehenden gestaltet sein. Tanja Perl schlug vor, bei der neuen Urnenmauer auch die Möglichkeit zur Anbringung einer Kerze oder eines Gestecks zu berücksichtigen. "Die Kosten für die jetzige lagen im Jahr 2004 bei ungefähr 5000 Euro", berichtete Löckler. Durch den Einsatz der Gemeindearbeiter könnten die Kosten gering gehalten werden.

In der nächsten Sitzung des Gremiums soll ein schon seit längerem bekanntes Projekt diskutiert werden: Die Grünabfallgrube im Friedhof ist nicht nur zu groß, sondern auch baufällig und nicht mehr sanierungsfähig. Die beiden Seitenteile aus Beton wurden bereits mittels einer Stütze befestigt. "Das können wir so nicht lassen", meinte der Bürgermeister. Er regte an, den Bereich zu verkleinern und an den Bedarf anzupassen.

Positiv beschieden wurde der Bauantrag von Christian Kaufmann aus Moos, der den Neubau einer Mehrfachgarage plant. Weniger positiv aufgenommen wurde ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamts Weiden, in dem dieses auf das Kanalkataster hinweist.

Förderung als "Zuckerl"

Da die abwassertechnische Erschließung Bayerns mit Kanälen, Regenüberlaufbecken und Kläranlagen nahezu abgeschlossen sei, gehörten der ordnungsgemäße Betrieb und die Erhaltung des Kanalnetzes zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Behörde. Dazu wird ein Überblick über den Be- und den Zustand in Form eines Kanalkatasters benötigt. Damit ein solches erstellt wird, gibt es vom Staat als "Zuckerl" für die Gemeinden ein Sonderförderprogramm.

Schlammersdorf mit einem Kanalnetz von zehn Kilometern bekäme 10 000 Euro als Zuschuss. "Das Anlegen des Katasters würde jedoch weit mehr kosten. Auf uns kommt eine zusätzliche Belastung zu", sagte Löckler. Die Räte einigten sich, sich erst die Kosten darlegen zu lassen und dann zu entscheiden, wie und wann die Umsetzung in den Haushaltsplan aufgenommen wird.
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