Mit ruhiger Hand

Gut sichtbar sind nun wieder die Inschriften auf dem Ehrenmal zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege nach der Auffrischung durch Steinbildhauermeister Robert Wolf. Finanziert wurde die Renovierung mit dem Erlös aus dem Bürgerfest 2014. Bild: lgc
Lokales
Schlammersdorf
21.08.2015
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Rund 2000 Buchstaben und Zeichen zog Robert Wolf nach: Der Steinbildhauermeister frischte die verblichenen Inschriften auf dem Kriegerdenkmal auf - die Schriftzeichen auf dem Monolithen in Hellgrau, die Lettern auf den Erinnerungstafeln mit Blattgold.

"Den Opfern einen Namen geben": Unter diesem Motto sind grundsätzlich alle Ehrenmäler zu sehen, die unter dem Eindruck des Grauens der beiden Weltkriege errichtet wurden. Am 14. Juli 1935 wurde in Schlammersdorf ein von der damaligen Kriegerkameradschaft Schlammersdorf und Umgebung errichtetes "Kriegerdenkmal" für die Opfer des Ersten Weltkriegs seiner Bestimmung übergeben.

1995 und 1996 wurde es auf einen Beschluss des Gemeinderats hin entscheidend umgestaltet. Der Monolith wurde etwas versetzt und in Richtung Pfarrkirche ausgerichtet. Dahinter entstand eine Mauer, in die die Gedenktafeln für die im Zweiten Weltkrieg getöteten Soldaten integriert wurden.

Anfang der 1950er Jahre hatten Kriegswitwen und -waisen die Tafeln finanziert, die beim Erweiterungsbau der Pfarrkirche am Kirchturm angebracht wurden. Bei einer Außenrenovierung mussten sie jedoch wieder abgenommen werden. Nachdem sie einige Jahre in einer Garage zwischengelagert waren und niemand so recht wusste, was mit ihnen geschehen soll, fanden sie 1995/1996 am neu gestalteten Kriegerdenkmal wieder einen würdigen Platz. Abgerundet wurde die Gestaltung der Ortsmitte mit dem 2002 eingeweihten Dorfbrunnen.

Bei den Planungen für das Bürgerfest 2014 war der Vorschlag eingebracht worden, die Einnahmen für die Auffrischung der zwischenzeitlich verblichenen Inschriften zu verwenden. Heuer wurde diese Idee verwirklicht. Im Auftrag der Firma Klappan aus Thurndorf wurde Robert Wolf aus Adlkofen bei Landshut tätig.

Er versah die Schriftzeichen auf dem Monolithen mit gut sichtbarer hellgrauer Farbe und die Lettern auf den Erinnerungstafeln mit Blattgold. So renoviert, wird das Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege auch weiterhin zum stillen Gedenken einladen und im Mittelpunkt der Feiern zum Volkstrauertag stehen.
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