Strom macht Abwasser teurer

Lokales
Schlammersdorf
04.02.2015
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Die Kosten für die Abwasserbeseitigung werden für die Kommune 2015 ein wichtiger Punkt auf der Agenda. Für das vergangene Jahr sei ein Deckungsgrad von 91 Prozent berechnet worden, gab Bürgermeister Gerhard Löckler bekannt. "Das heißt, dass die Gemeinde die Abwasserentsorgung mit rund 11 000 Euro unterstützen muss."

Eine neue Gebührenkalkulation mit kostendeckenden Sätzen sei von der überörtlichen Rechnungsprüfung bereits angemahnt worden, sagte Gemeindechef Gerhard Löckler in der Bürgerversammlung. Diese müsse heuer noch erfolgen. "Dabei werden speziell die erheblich gestiegenen Stromkosten berücksichtigt, die bei jeder Abwasserentsorgung einen maßgeblichen Faktor darstellen."

Eine moderate Gebührenanpassung werde wohl unumgänglich sein. Es sei notwendig, zumindest so zu kalkulieren, dass keine Kosten für die Gemeinde anfallen. Auch das Bestattungswesen sei nicht kostendeckend. Die Kommune habe für die Finanzierung der Friedhöfe 3250 Euro aufbringen müssen, teilte der Bürgermeister mit.

Gut abgewickelt wurden aus seiner Sicht die Straßenbaumaßnahmen. Vom Amt für Ländliche Entwicklung mit rund 60 Prozent gefördert, seien diese zügig und zufriedenstellend für die Anwohner umgesetzt worden. Besonders erfreulich sei die Endabrechnung gewesen, die um einiges günstiger ausgefallen sei als der geschätzte Betrag. Herzlich bedankte sich Löckler bei den Jagdgenossen: "Sie haben auch im vergangenen Jahr wieder wertvolle Arbeit geleistet."

Mit "Feuereifer" am Werk

Das Engagement der Feuerwehr dürfe ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. "Die Jungs haben im wahrsten Sinne des Wortes einiges zusammengerissen und wieder aufgebaut", betonte der Bürgermeister. Unzählige freiwillige Arbeitsstunden seien geleistet worden. Ohne diesen "Feuereifer" wäre der Umbau des Gerätehauses nie zustande gekommen, hob Löckler hervor. Die Kosten für die Gemeinde summierten sich letztlich auf 50 000 Euro. Die Eigenleistung dürfe sicherlich mit 80 000 bis 100 000 Euro angesetzt werden.

"Es brachten sich viele Bürger ein, ohne die wir es nicht geschafft hätten", sagte das Gemeindeoberhaupt mit Blick auf das Bürgerfest. Insgesamt seien rund 10 500 Euro umgesetzt worden, über 5000 Euro davon seien übrig geblieben. Dieser Betrag fließe zum Großteil in die Renovierung des Kriegerdenkmales. Vom Rest profitierten die Vereine.

Neuer Anstrich, neue Türe

"Der Umbau der alten Schule zu einem Bürgerhaus schreitet gut voran", freute sich der Bürgermeister. Die Fenster seien ausgetauscht, die Brandschutztüren neu gesetzt und die Toiletten eingerichtet worden. Mit Hilfe des Schützenvereins entstanden auch eine Vereinsstube und eine neue Küche.

2015 soll das Gebäude einen neuen Außenanstrich und eine neue Eingangstür bekommen. "Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf rund 250 000 Euro, von denen 150 000 Euro als Zuschuss zu erwarten sind", erläuterte der Bürgermeister. In der Diskussionsrunde gab's wenig Kritik. Ein Bürger wies auf Straßenschäden hin, die seiner Meinung nach bei der Planung berücksichtigt werden sollten.
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