Das fanden auch die SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt und Annette Karl besichtigen ...
Bürgerhaus als Chance

Gemeinderat Johannes Schmid (von links), zweite Bürgermeisterin Tanja Renner und Gemeinderat Johann Wiesnet sowie Bürgermeister Gerhard Löckler (Zweiter von rechts) sahen sich zusammen mit den SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl (Mitte) und Klaus Adelt (rechts) in einem der Räume des neugestalteten Bürgerhauses Fotos des alten Schulhauses an. Bild: ewt
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Schlammersdorf
20.07.2016
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2014 war die ehemalige Schule noch eine Baustelle: Fenster wurden ausgetauscht, eine neue Heizung eingebaut, die Sanitärräume hergerichtet. Jetzt ist alles fertig. Was mit dem leeren Gebäude im Zuge der Dorferneuerung passiert ist, ist toll. Das fanden auch die SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt und Annette Karl bei ihrer Besichtigung des neuen Bürgerhauses.

Nachdem auch aus dem kleinen unattraktiven Schulhof eine moderne Außenanlage mit abwechslungsreicher Bepflanzung und einfallsreichen Pflasterungen wurde, ist das Bürgerhaus jetzt uneingeschränkt nutzbar. Bürgermeister Gerhard Löckler hofft, dass es nun entsprechend angenommen wird. Die Zimmer werden beispielsweise von der Volkshochschule als Fitnessraum, für verschiedene Ausstellungen und Vorträge sowie von den Schützen als Vereinsraum genutzt.

Die Bedenken der beiden Abgeordneten, dass das Bürgerhaus eine Konkurrenz für die örtliche Gaststätte darstellt, entkräftete stellvertretende Bürgermeisterin Tanja Renner: "Unsere Gastwirtschaft in Schlammersdorf ist konkurrenzlos." Allerdings dürfe "bei der ganzen Bewunderung für das Bürgerhaus" nicht vergessen werden, "dass es zwei Fraktionen gibt und die Leute das Thema sehr kontrovers diskutieren", sagte Renner.

Die eine Partei sei der Meinung, dass das Schulhaus erhalten bleiben musste, "weil es der Ortskern ist. Die anderen sagen, dass nicht mal das Pfarrhaus voll genutzt wird und ein Bürgerhaus nicht notwendig ist." Das Projekt befinde sich zudem in der Anlaufphase und sei auch noch nicht so ausgelastet wie erhofft, merkte die zweite Bürgermeisterin an. "Das wird natürlich von vielen auch wieder kritisch gesehen."

Die kirchlichen Vereine haben im Pfarrhaus ihre Vereinsräume, die Feuerwehr im Feuerwehrhaus. Und ein Bedarf von Vereinen aus den Nachbarorten ist nicht gegeben. Dennoch sieht Bürgermeister Gerhard Löckler das Bürgerhaus als Chance: "Wir haben in der ganzen Gemeinde keinen Ort, keinen Raum, kein Haus, das die Gemeinde nutzen kann."

Abgeordneter Klaus Adelt stimmte dem Bürgermeister zu: "Man muss den Leuten, die herziehen, auch etwas bieten. In größeren Orten wie München sucht man vergeblich nach Räumen wie diesen, die man so verschieden nutzen kann." Nach einer kurzen Vorstellung der Kommune und des Bürgerhaus-Projekts durch Gerhard Löckler hatten die Abgeordneten Gelegenheit, die Räumlichkeiten in dem neugestalteten Gebäude zu besichtigen.
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