Es fehlt an Vielem
Bürgermeister zählt Gründe gegen Aufnahme von Flüchtlingen auf

Vermischtes
Schlammersdorf
03.02.2016
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Bürgermeister Gerhard Löckler kann sich nicht vorstellen, dass die Gemeinde Flüchtlinge aufnimmt. Es gebe viele Gründe, die dagegen sprächen, erklärte er in der Bürgerversammlung (wir berichteten).

Zum einen sei kein geeignetes Gebäude mit Räumen und sanitären Einrichtungen in ausreichender Form vorhanden. Auch eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sei nicht gegeben. Die Versorgung von Lebensmitteln sieht Löckler ebenfalls als problematisch an.

Neue Gebührenordnung


"Ich weiß aber nicht, was in diesem Jahr noch auf die Gemeinde zukommen wird", sagte der Bürgermeister. Wenn private Haushalte Flüchtlinge aufnehmen wollen, erhielten diese, soweit möglich, Unterstützung durch die Kommune, hob er hervor. Darin sei sich der Gemeinderat einig.

Bei der Abwasserbeseitigung sollen Gebühren und Beiträge vollständig kostendeckend sein. 2010 sei durch deren Anpassung ein zufriedenstellender Deckungsgrad von 95,6 Prozent erreicht worden, merkte Löckler an. 2012 seien es wegen neuer Pumpen für Ernstfeld nur noch 75 Prozent gewesen, 2015 dann wieder 95 Prozent. In diesem Jahr solle eine neue Gebührenordnung in Angriff genommen werden, kündigte der Bürgermeister an. Sein Ziel ist es, diese auch noch 2016 zu verabschieden. Zudem müsse die Gemeinde - wie vorgeschrieben - ein Kanalkataster erstellen. Löckler sieht hier nicht unerhebliche Kosten auf die Gemeinde zukommen, da nur ein Teil bezuschusst werde.

Der Haushalt 2016 sei bereits verabschiedet worden, berichtete er. Die Umlage an den Schulverband Vorbach-Schlammersdorf falle mit 113 900 Euro gegenüber 2015 um 10 000 Euro höher aus. Dieser Betrag hänge von der jeweiligen Anzahl der Schüler ab. Aus Vorbach besuchen 33 und aus Schlammersdorf 35 Mädchen und Buben die Grundschule Oberbibrach. Dies bedeute eine Pro-Kopf-Umlage von 1675 Euro (2014: 1200 Euro).

2015 habe die Gemeinde endlich den Förderbescheid für den Breitbandausbau erhalten, freute sich der Bürgermeister. Mit insgesamt 344 949 Euro (80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben) werde die Kommune mit modernem Breitband ausgestattet. Der Projektzeitraum habe im Sommer 2015 begonnen und werde voraussichtlich im August 2016 enden. Seniorenbeauftragter Johannes Schmid informierte über einen neuen Verein: die Seniorengenossenschaft "Generationen Hand in Hand", die ältere Menschen im Alltag unterstützt.

Waldweg ausbessern


In der anschließenden Diskussionsrunde wurden einige kleinere Themen angesprochen. Georg Walberer wies darauf hin, dass ein Waldweg von der Holzmühle nach Münchsreuth ausgebessert werden müsse. Außerdem wollte er wissen, warum - im Vergleich zur Gemeinde Speinshart - einige Wege weniger gut ausgebaut wurden.

Richard Retzer aus Schlammersdorf bemängelte den zu großen Schneehügel vor der Kirche. Er könne nicht nachvollziehen, dass dieser Berg nicht störe, sein Auto aber wohl, wenn er nur kurz dort parke. Bürgermeister Gerhard Löckler wies darauf hin, dass es sich um ein Privatgrundstück handle.
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