Forstamtsrat Mathias Rupp veranschaulicht Rettungskette für Waldbesitzer
Durch Wald lotsen

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Schlammersdorf
27.10.2016
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Waldarbeit ist gefährlich. Wird jemand bei einem Unfall verletzt, ist schnelle ärztliche Hilfe gefragt. Welches Rettungssystem es dazu gibt und wie das aussieht, berichtete Forstamtsrat Mathias Rupp in der Gebietsversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft.

Mit Bildern veranschaulichte er, wie die Rettungskette Forst funktioniert. Der Forstmann versetzte sich in die Lage der zirka 700 000 Waldbesitzer in Bayern, die bei Waldarbeiten regelmäßig Gefahren ausgesetzt sind. Ohne zielgenaue Beschreibung des Unfallortes hielt er eine schnelle und wirkungsvolle ärztliche Versorgung für nicht möglich.

Weg beschreiben


Da Arbeitsschutzgesetz und Unfallverhütungsvorschriften Vorkehrungen verlangen, habe der Bereich Forst des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Rettungskette initiiert, durch die die Beschreibung des Unfallortes erleichtert und damit der Weg zum Verletzten nahezu vorgegeben wird. Rupp sprach von einem flächendeckenden, engmaschigen und einheitlichen Rettungstreffpunkt-System über alle Arten der Waldbesitzer hinweg. Auf einer Karte der Region zeigte er seinen Zuhörern die festgelegten Standorte der Rettungstreffpunkte, die durch unübersehbare grüne Tafeln gekennzeichnet und markiert sind. Im neuen Rettungssystem sah er einen großen Nutzen für Waldbesitzer, Forstbetriebe, Forstunternehmer und Jäger, aber auch für Erholungsuchende und Freizeitnutzern. "Das System garantiert eine zuverlässige Abstimmung mit Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr", erklärte er.

Wie dies in der Praxis abläuft, demonstrierte Rupp mit einem Film, der die Abläufe eines Übungseinsatzes zeigte: Ein Angehöriger des Arbeitstrupps nahm die Erstversorgung des Verletzten vor, wählte Notruf 112 und nannte die bereits vor Beginn der Waldarbeiten gesuchte Nummer der Rettungskette Forst, fuhr zum Rettungstreffpunkt, wartete dort auf die alarmierten Helfer und fuhr mit ihnen zum Verletzten. "Wie die Erfahrung zeigt, wäre ohne das System der Rettungspunkte ein schnelles Auffinden und Versorgen des Verletzten nicht möglich", ist Rupp überzeugt.
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