Gemeinderat beschließt Kanalkataster für 50000 Euro

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Schlammersdorf
09.12.2015
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Schadhafte Abwasserleitungen gefährden das Grundwasser. Der Freistaat unterstützt die Kanalnetzbetreiber beim Prüfen der Leitungen. Auch die Gemeinde Schlammersdorf sagt ja zum sauberen Untergrund und beteiligt sich.

Für 50 000 Euro


Vorarbeit für einen Beschluss des Gemeinderates leistete die Verwaltungsgemeinschaft. Die Angebotseinholung übernahm die Verwaltung. Einen Grundsatzbeschluss zum Aufbau eines Kanalkatasters mit digitaler Datenbank wünschte sich Bürgermeister Gerhard Löckler. Danach hatte das Gremium im nichtöffentlichen Teil über die Auftragsvergabe an ein Fachbüro zu entscheiden.

Die Hinweise von Geschäftsleiter Alfred Rauch zu den Verpflichtungen der Gemeinde und zum Förderverfahren ergänzte der Bürgermeister mit Zahlen. So rechnet Löckler für die 15,25 Leitungskilometer einschließlich der im öffentlichen Grundstücksbereich liegenden Hausanschlüsse mit Kosten von 50 000 Euro bei einer Förderung von 15 000 Euro. Hinzu kommen Kosten für die Reinigung der Kanäle und die TV-Untersuchung. "Das kostet Geld", seufzte der Sitzungsleiter: "Wir müssen handeln. Dazu ist jede Gemeinde verpflichtet." Erfreulich sei die staatliche Unterstützung. "Die hat es bisher nicht gegeben."

Auf Anfrage von Johannes Püttner sprach sich auch Rauch für den Aufbau eines Kanalkatasters aus. Zentimetergenau sei dann die Lage der Leitungen zu ermitteln. Bei Schäden werde die Suche vereinfacht. Das ermögliche die im Auftragsvolumen enthaltene digitalisierte Datenbank. Der Beschluss zur Erstellung eines gemeindlichen Kanalkatasters erfolgte einstimmig. Die Auftragsvergabe an ein Fachbüro folgte im nichtöffentlichen Teil.

Zuschuss für Wegebau


Einen Standartbeschluss nannte Bürgermeister Löckler die Unterstützung der Jagdgenossenschaft Schlammersdorf bei ihren Wegebaumaßnahmen. Alljährlich beteiligt sich die Kommune. Und das mit Erfolg, bemerkte Gerhard Löckler und verwies auf ein Investitionsvolumen von bisher circa 30 000 Euro. Es herrsche der Grundsatz "was die Jagdgenossenschaft mit der Hälfte des Pachtschillings zum Wegebau innerhalb des Jagdkatasters beisteuert, gewährt im gleichen Umfang die Gemeinde". Darüber bestand im Gremium Einigkeit. Die Jagdgenossenschaft kann deshalb auch im kommenden Jahr mit der Unterstützung der Gemeinde im gewohnten Umfang rechnen.

BauanträgeEine Formsache war das Einvernehmen für den Antrag der Familie Marion und Arno Wiedl für ein Carport im Siedlungsbereich Schaublohe. Problematischer war für das Gremium der Bauantrag von Lucia Rieger für einen Neubau in Menzlas. Dabei handelt es sich um ein Bauvorhaben im Außenbereich. Die Erschließung ist nicht gesichert. Aufschiebende Wirkung hat das vom Gemeinderat erteilte gemeindliche Einvernehmen, bemerkte der Bürgermeister. Die Gemeinde knüpft ihre Zustimmung an den Abschluss und die Vorlage einer Sondervereinbarung zur Wasserversorgung, an den Nachweis der Entwässerung mit dinglichen Sicherungen, an eine Vereinbarung zur Nutzung eines Feldweges einschließlich dessen Unterhaltung und an den Nachweis zur Erlaubnis einer Wasserver- und Abwasserentsorgungsleitung entlang der Kreisstraße. (do)
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