Junge und Alt feiern Bürgerfest am und im neuen Bürgerhaus
Für alle etwas dabei

Wenn der junge Magier Marius Koslowski in seine Trickkiste greift, dann sind Groß und Klein beeindruckt. Das war beim Schlammersdorfer Bürgerfest nicht anders.
Vermischtes
Schlammersdorf
28.05.2016
48
0
 
Immer ein Abenteuer ist das Kinderprogramm beim Bürgerfest. In großer Zahl nutzten die Mädchen und Buben beispielsweise das Schminkangebot. Beliebte Motive dabei waren unter anderem Einhörner und Katzen. Arme und Gesichter wurden so zu kleinen Kunstwerken.

Traumhaftes Wetter begleitete das Bürgerfest in Schlammersdorf: Jung und Alt machten sich am Donnerstag auf den Weg zum neu gestalteten Bürgerhaus. An und in der ehemaligen Schule war neben einem Kinderprogramm auch vieles zum Anschauen und Miterleben geboten.

Bürgermeister Gerhard Löckler hatte bei der Eröffnung alle zum langen Verweilen eingeladen - und das war nicht schwer: Denn im Programm war für alle Generationen etwas dabei. Bereits zum musikalischen Weißwurstfrühschoppen waren die Bänke im Festzelt belegt, und auch die über 160 eingeplanten Mittagessen fanden großen Zuspruch.

Pater Adrian Kugler weihte nach der Essenspause in einer feierlichen Zeremonie das neue Bürgerhaus ein. Viele geladene Gäste, darunter die Nachbarbürgermeister Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach) und Werner Roder (Vorbach) sowie alle Gemeinderäte, gratulierten dabei zum Abschluss des Projekts. Gemeinsam ging es durch die neu gestalteten Räume (ausführlicher Bericht folgt).

Schau am Sonntag geöffnet


Dort waren unter anderem interessante Ausstellungen zu sehen. So zeigten die Künstler Petra Urban, Helga Hölzel, Ulrich Sigmund, Annette Raith, Silvia Schwindl und Rolf Heitzer ihre Werke. Wer diese noch nicht in Augenschein genommen hat, kann dies am Sonntag, 29. Mai, von 13 bis 17 Uhr nachholen. Eine weitere Schau vermittelte Eindrücke von der Ausgrabung bei der "Bienstubm" im Staatswald.

Vom Schulleben früher


Und eine Fotoausstellung zeigte die Entwicklung der Schlammersdorfer Schulhäuser auf. Unter anderem waren auf den Bildern vom Schulleben in den 70er und 80er Jahren ehemalige Lehrer zu sehen.

Auf großes Interesse stieß auch das Erinnerungszimmer. Hier war altes Mobiliar aufgebaut, das bereits seit Jahrzehnten nicht mehr dem zeitgemäßen schulischen Standard entspricht: eine Schulbank, eine Tafel, eine mechanische Schreibmaschine und viele andere Geräte mehr.

Für die Kleinen hatte sich die Gemeinde ebenfalls einiges ausgedacht. Die Hüpfburg fand guten Zuspruch, aber auch das Kinderschminken war von Anfang an ein Renner. Viele Kinderarme und -gesichter wurden dabei zu keinen Kunstwerken. Beliebte Motive dabei waren Einhörner und Katzen. Magier Marius verzauberte gekonnt seine kleinen und großen Zuschauer und brachte sie zum Staunen.

Musikalische Höhepunkte


Die Auftritte der Blaskapelle aus Kirchenthumbach, der Klosterbläser aus Speinshart, der beiden Musikanten Gerd und Werner aus Vorbach sowie der orientalischen Tanzgruppe "Jealalas" (siehe Artikel unten) und der Mädchen der VHS-Bauchtanzgruppe waren weitere Höhepunkte. Alles zusammen machte das Bürgerfest zu einem besonderen und unvergesslichen Fest. Es war einfach ein voller Erfolg.

Schlammerdorf. Trotz der sonnigen Witterung schwebte eine dunkle Wolke über dem Auftritt der orientalischen Tanzgruppe "Jealalas" beim Bürgerfest: Denn es war ihr letzter. Nach 14 Jahren beendet die Gruppe ihre Aktivitäten. Maria Roder von der Rotmühle hatte damals den Bauchtanz nach Schlammersdorf gebracht.

Erst vor wenigen Jahren feierten die "Jealalas" in Moos ein großes Jubiläumsfest. Dabei dachte noch niemand, dass das Ende so schnell kommen würde. Grund für das Aus ist nicht, dass es an Nachwuchs fehlt, und auch nicht, dass kein Interesse an dieser besonderen Art des Tanzes besteht. Vielmehr scheitert das Fortbestehen der Gruppe einfach daran, dass die Tänzerinnen keine gemeinsamen Termine mehr finden. Berufliche und familiäre Verpflichtungen geben hier den Takt vor. Und so stellte sich die Planung immer schwieriger dar.

Aufgrund der Verbundenheit zu Schlammersdorf haben "Jealalas" das Bürgerfest zum Anlass für den Abschied und einen letzten Tanz genommen. Bürgermeister Gerhard Löckler bedankte sich bei Maria Roder für ihr langjähriges Engagement. Die Nachwuchsarbeit hat im Zuge des VHS-Programmes schon seit geraumer Zeit Annika Fehlner aus Ernstfeld übernommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.