Käfer-Alarm

Vermischtes
Schlammersdorf
28.10.2016
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In weiten Teilen Bayerns hat sich der Borkenkäfer bis zur dritten Generation vermehrt. Ein immenses Problem für Waldbesitzer. Revierförster Matthias Rupp mahnte die Forstbetriebsgemeinschaft, regelmäßig ihre Bäume zu kontrollieren.

Das Käferrisiko beschrieb Revierförster Rupp in der Gebietsversammlung mit beeindruckenden Zahlen: "500 bis 1000 Buchdrucker reichen aus, um eine Alt-Fichte zum Absterben zu bringen. Eine befallene Alt-Fichte, die nicht aufgearbeitet wird, kann zum Befall von circa 20 weiteren Fichten führen. Aus einer befallenen Alt-Fichte können mehr als 20 000 Jungkäfer ausfliegen."

Der Förster rief die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft und Waldbesitzer dazu auf, befallende Fichten sofort aufzuarbeiten und aus dem Wald zu schaffen. Sämtliches Kronenmaterial müsse durch Häckseln oder Mulchen unschädlich gemacht werden.

Es gelte daher, auch einzelne befallende Fichten zu erkennen und sofort aufzuarbeiten. Rupp appellierte an die Waldbesitzer, dies noch vor Schwärmbeginn im März anzugehen. Als Befallsmerkmale nannte er Einbohrlöcher, Harztröpfchen, Abfall von fahl- bis gelbgrünen Nadeln, Rotfärbung der Krone und auch Spechtabschläge. Bei ihnen handelt es sich um vom Specht abgeschlagene Rindenschuppen. Der Forstamtsrat bedauerte, dass trotz drei Millionen zusätzlicher Haushaltsmittel die Förderung von Pflege, Naturverjüngung und Erstaufforstung zur Zeit ausgesetzt ist. Als Förderschwerpunkt stellte er die Wiederaufforstung vor. Dazu zählte er die stückzahlbezogene Förderung von Laub- oder Mischbeständen mit 1,10 Euro für Laub- und 0,85 Euro für Mischbestand.

Zum verstärkten Waldumbau stünden noch Anreizzuschläge zur Verfügung. Als Maßnahmen zur Wiederaufforstung nannte er Ergänzungspflanzungen von Naturverjüngung, Vorbau von Laubholz und Tanne, Umbau oder Nachbesserungspflanzung, wenn mehr als 30 Prozent des Bestandes ausgefallen sind.

500 bis 1000 Buchdrucker reichen aus, um eine Altfichte zum Absterben zu bringen. Eine befallene Altfichte, die nicht aufgearbeitet wird, kann zum Befall von circa 20 weiteren Fichten führen.Revierförster Matthias Rupp
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