Landesverband für Gartenbau informiert Vereinsvorsitzende
Auch der Verein soll blühen

Die Gartenbauvereine helfen Mensch und Natur. Unter diesem Leitgedanken versammelten sich am Samstag in Schlammersdorf circa 50 Vorsitzende und Führungskräfte der Obst- und Gartenbauvereine aus den Kreisverbänden Neustadt/WN., Tirschenreuth und Weiden zu einem Fachseminar des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege. Bild: do
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Schlammersdorf
15.02.2016
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Referentin Sabine Zosel. Bilder: do (2)

"Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies", hieß es am Wochenende in Schlammersdorf. Paradiesisches hatten die "Genussgärtner" zwar nicht zu besprechen. Allein die Freude am eigenen Garten verbreitete im Brauereigasthof Püttner Harmonie.

177 Referenten


Befruchtendes bekamen auch die Vereinsführungen der Kreisverbände Neustadt/WN, Tirschenreuth und Weiden zu hören. Diplom-Ingenieurin Sabine Zosel informierte über aktuelle Themen und neue Arbeitsprogramme für die Vereinsarbeit. Dabei standen Hinweise zum ehrenamtlichen Vereinswesen im Vordergrund. Von den Dienstleistungen des größten Landesverbandes Deutschlands bis zum Vereinsleben und der Vereinsführung in der Praxis reichten die Vor- und Ratschläge.

Gleichzeitig regte die Referentin den Erfahrungsaustausch über die Tische hinweg an. Die Freude am eigenen Garten leichter gemacht nannte Sabine Zosel die Empfehlungen etwa zur Vortragsplanung. Der Verband biete 56 Vortragsthemen mit 177 Referenten an und unterstütze die Ortsverbände mit zahlreichen Experten. Themengebiete seien unter anderem die Gartenpädagogik, das Vereinsmanagement und das Jahresthema "Erlebnisreiche Schulgärten".

Die Kreis- und Ortsverbände ermunterte die Gartenbau-Ingenieurin, auch an landesweiten Veranstaltungsprogrammen teilzunehmen. Besonders dem Tag der offenen Gartentür am 26. Juni und der Ortsverschönerung mit dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" galten ihre Organisationsempfehlungen. Eine positive Bilanz zog Zosel zum Friedhofswettbewerb des vergangenen Jahres. Die Referentin hofft auf eine Nachhaltigkeit der Aktion "Unser Friedhof, Ort der Würde, Kultur und Natur". Gleichzeitig kamen aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer Appelle an Kommunalpolitiker und Friedhofsverwaltungen, die Friedhöfe als Orte der Inspiration nicht zu vernachlässigen.

Mit Erfahrungsberichten aus der Vereinspraxis gelang den Veranstaltern ein erfrischendes Tagungselement. Zunächst berichtete Andrè Dietrich, Vorsitzender des OGV Neustadt am Kulm, über das Vereinsgeschehen in der Kulmstadt und stellte den fernsehreifen spektakulären "Almabtrieb" vom Kleinen Kulm in den Mittelpunkt. Mit Impressionen über die Aktivitäten der "Stacheligen Kulmkids" und der Vorstellung der Tanzgruppe "Die Goaßbeckla", entstanden durch den vom OGV initiierten Almabtrieb, sammelte Dietrich weitere Sympathiepunkte.

Beeindruckt zeigten sich die Seminarteilnehmer auch vom Ideenreichtum der Speinsharter Genussgärtner. OGV-Ortsvorsitzender Josef Höllerl stellte seine Präsentation unter den Leitgedanken "Jugendarbeit ist Lichter entzünden für die Zukunft". Höllerl schilderte das Konzept zur Neugestaltung des Schulgartens an der Grundschule am Rauhen Kulm in Speinshart und berichtete von einer beeindruckenden Gemeinschaftsleistung des Vereins, der Schulkinder und Lehrkräfte, des Elternbeirates, von Maria Neumann und der Kreisfachberaterin für Gartenbau.

Sorgfältig planen


Schließlich erzählte Maria Striegl, Vorsitzende des Vereins der Garten- und Blumenfreunde Lennesrieth über ihre Erfahrungen bei der Organisation von Vereinsausflügen. Mit einem "Vereins-Vergnügungswart" gehörten die Tagesausflüge zu den Höhepunkten des Vereinsjahres. Die Geselligkeit sei dabei Trumpf, schwärmte Maria Striegl und empfahl, die Ausflugsziele schon im Vorfeld der Planung sorgfältig mit den Wünschen potenzieller Teilnehmer abzustimmen. Dann sei die alljährliche Schlussbilanz "schön war's" gewährleistet. Am Nachmittag gehörte die Aufmerksamkeit der Seminarteilnehmer dem Thema "Naturschutz in der Praxis für die Obst- und Gartenbauvereine".
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