Neue Tafeln für Wanderweg
Vom Weiher zur Kapelle

Michael Berngruber (Zweiter von rechts) und Eduard Meyerhuber (Zweiter von links) waren die Initiatoren für Neugestaltung und Aufwertung der Wanderwege durch Mooser Forst und Oberwald. Bilder: rn (2)
Vermischtes
Schlammersdorf
07.07.2016
32
0

"Aus Alt mach Neu ... und besser." - Diesen Leitspruch machte sich der Forstbetrieb Pegnitz zu eigen und unterzog einen Wanderweg im Bereich Mooser Forst und Oberwald einer grundlegenden Neuausrichtung.

Moos. Den Wanderweg gilt es nunmehr, in ruhiger und landschaftlich reizvoller Umgebung neu zu entdecken. 1971 zum ersten Mal ausgewiesen, hat er in den vergangenen Wochen ein neues Gesicht bekommen. Den ersten Eindruck davon erhalten die Wanderer am Parkplatz nahe der Holzmühle. Nicht nur an der Wandertafel - damals von der Ehefrau des Forstdirektors Hans Hubers handbemalt - hatte der Zahn der Zeit heftig genagt. Auch Kletterwand und Schaukel waren marode und mussten aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.

Forstrevierleiter Michael Berngruber war überzeugt, dass die neuen Informationstafeln die Aufmerksamkeit der Wanderer erregen und zu einer Aufwertung des Wanderwegs und der Wald- und Weiherlandschaft beitragen werden. Auf ihnen könne man sich über die Routenführung informieren und sich dann für eine der beiden Strecken entscheiden. Berngruber unterschied zwischen der Kurzstrecke von gut vier Kilometern, die vom Parkplatz entlang der Weiher und über die Haar-Kapelle führt, und der langen Route über sieben Kilometer. Diese führt über die Haar-Kapelle hinaus bis zur Roten Marter und dann über die Sendetzky-Kapelle und den Waldpavillon zurück zum Parkplatz.

Hohen Informationswert schrieb er der zweiten Tafel zu. Sie weist auf Sehenswürdigkeiten entlang des Wanderweges hin und gibt kurze, zum Teil geschichtliche, Erläuterungen. Im Vordergrund stehen die Haar-Weiher, die Haar-Kapelle, die Rote Marter und die historische Grabstätte Biestub'n.

Berngruber regte an, an einigen Stationen eine etwas längere Verweildauer einzulegen und verwies auf kleine Hinweistafeln entlang der Wanderrouten. "Nicht nur kleine Dinge sollen vor Ort herausgestellt werden", verkündete der Revierleiter. Er empfahl, auch die Stationen am "Pfad des Lebens" des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald mitzunehmen. "Die Gemeindechefs sollen informiert sein und erkennen, dass nach vielen Jahren ein erheblicher finanzieller Aufwand sinnvoll war", lautete seine Begründung für die Einladung der Bürgermeister Gerhard Löckler (Schlammersdorf) und Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach). Ebenfalls anwesend waren Kreisheimatpfleger Hannes Oberndorfer, die "Biestub'n"-Freunde und der stellvertretende Forstbetriebsleiter Eduard Meyerhuber. Wegen der Nähe der Haar-Weiher-Kette verglich dieser den Akt mit einer Schiffstaufe und ließ "Hugo"-Korken knallen.

Erreicht wird der Wanderparkplatz über die Staatsstraße Eschenbach-Schlammersdorf und die ausgeschilderte Abzweigung etwa 200 Meter nach der Holzmühle.
Weitere Beiträge zu den Themen: Wanderweg (9)Mooser Forst (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.