Schlammersdorfer Feuerwehr
Ausrücken zum Üben

Kommandant Benni Schmid hatte einiges zu berichten: In der Jahreshauptversammlung der Brandschützer rief er zahlreiche Einsätzen der aktiven Wehr - darunter zwei Großbrände und einen Flugzeugabsturz - in Erinnerung. Und er blickte nach vorne: Ab sofort werde er wieder regelmäßig Übungen ansetzen. Bild: wmi
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Schlammersdorf
21.01.2016
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Großbrände in Münchsreuth und Schlammersdorf, Absturz eines F 16-Kampfjets der US-Armee bei Engelmannsreuth, Kleinbrand bei der Holzmühle: Die Schlammersdorfer Brandschützer waren in den vergangenen zwölf Monaten stark gefordert. Kommandant Benni Schmid berichtete in der Jahreshauptversammlung von zahlreichen Einsätzen der aktiven Wehr.

Denn seine Mannschaft kam auch bei mehreren Verkehrsunfällen, beim Beseitigen von umgestürzten Bäumen sowie der Absicherung von kirchlichen Festen oder sonstigen Veranstaltungen in der Gemeinde zum Einsatz. Im November 2015 verfolgte die Truppe von Benni Schmid und Adjutant Johannes Dimler zudem erfolglos eine entlaufene Kuh.

Die aktuelle Stärke der Feuerwehr bezifferte der Kommandant auf 58 Aktive sowie 8 Jugendliche. Schmid berichtete des Weiteren von der Teilnahme an Kommandantenversammlungen zu den Themen Digitalfunk, Modulare Truppenmannausbildung und F 16-Absturz. Im Frühling und Herbst wurden die Hydranten im Gemeindegebiet gespült.

Am Sonntag erster Termin


"Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten und der verschiedenen Festlichkeiten hatten wir nicht so viele Übungen wie gewohnt", bedauerte der Chef der aktiven Wehr. Ab sofort würden wieder regelmäßig Übungen angesetzt, kündigte er an: Am Sonntag, 24. Januar, um 9.15 Uhr findet die erste Übung im neuen Jahr statt.

Der Kommandant teilte zudem mit, dass in den nächsten Wochen in Eigenregie verschiedene Umbauarbeiten am Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) anstünden. Außerdem sei im ersten Halbjahr ein Motorsägenaufbaukurs mit Spannungssimulator geplant.

Jugendwart Peter Helldörfer hatte im abgelaufenen Jahr zusammen mit seinen Stellvertretern Michael Lehner und Stefan Müller ein abwechslungsreiches Programm für den Feuerwehr-Nachwuchs angeboten. Nach vielen Wochen des Übens stellten sich sieben Jugendliche in Eschenbach erfolgreich der Jugendleistungsprüfung.

Im Oktober waren die Anwärter außerdem beim Wissenstest zum Thema "Die Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz" in Kirchenthumbach gefordert. Schließlich waren Helldörfers "Zöglinge" beim Einweihungsfest am umgebauten Feuerwehrhaus, bei der Parkplatz-Einweisung beim "Flex-Fest" und beim Christbaumverkauf der Wehr im Einsatz. Dennoch sei das Gesellige nicht zu kurz gekommen, erklärte der Jugendwart und erinnerte an den Besuch der Gokart-Bahn in Wackersdorf sowie Bowling-, Kino- Pizza- und Filmabende.

"Arbeit mit Hintergrund"


Kreisbrandmeister Daniel Beaudet entschuldigte sich bei den Brandschützern dafür, dass er wegen sich überschneidender Termine schon länger nicht mehr die Jahreshauptversammlung der Schlammersdorfer Wehr besuchen habe können. "Umso schöner ist es, heute mal wieder hier zu sein und nur Positives zu hören. Ihr habt eine 'saugute' Gemeinschaft", freute er sich.

Vor allem, was in den vergangenen Jahren in der Jugendarbeit passiert sei, werde von ihm selbst sowie dem Kreisbrandinspektor und dem Kreisbrandrat positiv bewertet. "Ihr macht Arbeit mit Hintergrund. Euere Arbeit im Verein ist durchdacht und geplant", galt sein Respekt auch Vorsitzendem Hans Schmid und dessen Team.

"Hervorragend funktionierende Feuerwehr wiegt alle Ausgaben auf""Schön, das mitzuerleben", freute sich Bürgermeister Gerhard Löckler über die positiven Berichte in der Jahreshauptversammlung der Schlammersdorfer Feuerwehr. Diese habe nicht nur viele Einsätze - darunter Großbrände in Münchsreuth und Schlammersdorf - mit Bravour gemeistert, sondern auch mit ihrem Engagement bei den Um- und Anbauarbeiten am Feuerwehrhaus Großes geleistet.

Die Gemeinde habe zwar in die Neugestaltung des Gebäudes letztlich mehr investiert als ursprünglich geplant gewesen sei: Aber "eine hervorragend funktionierende Feuerwehr wiegt alle Ausgaben auf", betonte das Gemeindeoberhaupt. Löckler dankte der bisherigen Führungsmannschaft für ihre Arbeit und wünschte dem neuen Team viel Erfolg - und der aktiven Wehr weniger Einsätze als 2015.

Der Bürgermeister hatte der Feuerwehr auch ein besonderes Geschenk mitgebracht: ein Foto, geschossen und zur Verfügung gestellt von Robert Dotzauer, das Schlammersdorfer Feuerwehrmänner bei ihrem Einsatz am 31. März 2015 beim Großbrand in Münchsreuth zeigt. Im Stall inmitten von Kühen bekämpften sie dort die Flammen.

Pater Adrian Kugler sprach in seinem Grußwort sowohl dem bisherigen als auch dem neuen Vorstand Glückwünsche aus und bedankte sich für die aktive Teilnahme der Brandschützer am Pfarrfest und an den kirchlichen Festen. Dann sprach er das Unwort des Jahres 2015 an: das Wort "Gutmensch". "Eigentlich ist das ja ein tolles positives Wort. Aber es kann doch nicht sein, dass Menschen, die sich für andere Mitmenschen einsetzen, dadurch 'verarscht' werden", bedauerte der Geistliche.

Ein echtes Interesse am Nächsten - wie von der Feuerwehr vorgelebt - bezeichnete er als wichtiger als all die vielen Plaudereien und klugen Ratschläge. "Ihr seid 'Gutmenschen' - im wirklichen Sprachgebrauch 'gute Menschen'. Und deshalb danke ich Euch als Pfarrer für Euer echtes Interesse am Mitmenschen", sagte Pater Adrian an die Feuerwehrleute gewandt. (wmi)
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