Schlammerdorfer surfen mit 50 Mbit/s
Halbe Million für mehr Megabit

Bürgermeister Gerhard Löckler und seine Stellvertreterin Tanja Renner (mit Nachwuchs) präsentieren vor dem neuen Schaltgehäuse in Ernstfeld den Nachweis: Schlammersdorf gehört jetzt zu den Orten mit turboschnellem Internet. Telekom-Kommunal-Beauftragter Friedrich Weinlein (rechts) hatte ihn übergeben. Bild: lgc
Wirtschaft
Schlammersdorf
17.10.2016
112
0

Die neuen schnellen Internetanschlüsse sind da. Ab sofort können über 300 Haushalte in der Gemeinde Schlammersdorf mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Internet surfen.

Die Einwohner der Gebiete Ernstfeld, Menzlas, Moos, Naslitz, Neumühle, Starkenacker und natürlich in Schlammersdorf selbst profitieren von schnelleren Internetanschlüssen. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist.

"Ab sofort können die Bürger von Schlammersdorf die schnellen Internetanschlüsse buchen", sagt Friedrich Weinlein, kommunaler Ansprechpartner der Deutschen Telekom. "Das Warten hat sich gelohnt." Bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Gerhard Löckler und seiner Stellvertreterin Tanja Renner übergibt er symbolisch eine Tafel und dankte der Kommune für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Gemeindevertreter pflichten ihm bei: Eine moderne digitale Infrastruktur sei heute beruflich und privat ein Muss.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte Löckler den Förderbescheid für den Breitbandausbau im Heimatministerium entgegengenommen. Die Gemeinde erhielt einen Zuschuss von rund 345 000 Euro. Das waren 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Acht Kilometer Glasfaserkabel wurden verlegt und fünf neue Schaltgehäuse in den Ortschaften aufgestellt. Der Bürgermeister lobte die zügige Arbeit der ausführenden Firma Walter aus Seidwitz. Die Breitbandversorgung kostete etwas über eine halbe Million Euro. Kostenmindernd hatte sich ausgewirkt, dass die Gemeinde beim Ausbau der Ortsdurchfahrten Schlammersdorf und Ernstfeld sowie im neuen Geh- und Radweg nach Ernstfeld vorausschauend Leerrohre auf eigene Kosten hatte verlegen lassen. Die Leerrohre werden dem Netzbetreiber zur Miete überlassen. Vom Ortseingang Schlammersdorf bis zum Ortsende Ernstfeld mussten die Glasfaserkabel in der Bauphase von August bis Anfang Oktober nur noch eingeblasen werden.

Wenn in einiger Zeit feststeht, wer nun im Gemeindebereich mit welcher Geschwindigkeit ins Internet gehen kann, wird geprüft, ob nun auch die Weiler besser versorgt werden können. Wenn dies technisch und finanziell machbar ist, muss das Förderverfahren neu durchlaufen werden.

InfoDie schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Kunden müssen aktiv werden. Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom oder seiner Mitbewerber erfahren will, kann sich im Internet oder bei den entsprechenden Servicestellen informieren.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.