20 Rehe überfahren - 2014 ein gutes Hasenjahr
Straße größter Feind

Lokales
Schmidgaden
27.03.2015
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Die Verkehrsschilder an der Staatsstraße 2040 in Richtung Amberg haben nicht viel gebracht, nach wie vor werden hier viele Rehe totgefahren. Dies musste Jagdpächter Matthias Päffgen wieder berichten bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Trisching.

Jagdvorsteher Edwin Deichl berichtete, dass die Kirwapaare im Dreschstadel der Genossenschaft wieder ihr Weinfest hielten. Dieser Stadel, in dem sonst die genossenschaftseigenen Maschinen gelagert werden, ist seit vergangenem Jahr fest verschlossen. Sein Stellvertreter Andreas Pröls hat den Schlüssel; wer eine Maschine benötigt, muss sich den Schlüssel bei ihm abholen.

Neues Gerät erwerben

Zur Verwendung des Jagdpachtschillings schlug Deichl vor, diesen nicht auszubezahlen. Stattdessen sollte das Mulchgerät durch ein neues Gerät ersetzt werden. Die Mitglieder stimmten einstimmig dafür, den Schilling heuer nicht auszubezahlen. Außerdem stimmten sie zu, den Vorstand zu ermächtigen, ein neues Mulchgerät zu kaufen und das alte Gerät zu verkaufen.

Jagdpächter Matthias Päffgen berichtete von der jagdlichen Situation. Dabei sprach er vor allem das Rehwild an. Es wurden im vergangenen Jahr 20 Tiere im Straßenverkehr getötet. Vor allem auf der Staatsstraße 2040 in Höhe des Sportplatzes, kommen viele Rehe zu Schaden. Die dort aufgestellten Warnzeichen haben nicht den Erfolg gezeigt, der erwartet wurde. Die Autofahrer würden diese Schilder allzu oft missachten. Auf eine Verringerung der Geschwindigkeit werde verzichtet. Es wurden aber auch 14 Rehe bei der Jagd erlegt, so dass der Abschussplan mit 34 Stück erfüllt wurde.

Keine Wildschweine

2014 war ein sehr gutes Hasenjahr. Dort habe sich die Population wieder erholt und nehme zu. Die im Abschussplan vorgesehene Bejagung wurde erfüllt. An Füchsen wurden 16 Stück erlegt. 17 Kormorane konnten abgeschossen werden. Sie bleiben aber nach wie vor ein Problem. Wildschweine gebe es nicht im Revier. Vereinzelte Schäden seien durch Schweine verursacht worden, die aus anderen Revieren eingewechselt sind. Päffgen dankte allen, die wieder Wildäcker im Winter angelegt haben, außerdem Josef Wisgickl für seine Züchterversuche in Sachen Fasan. Es werde nicht aufgegeben, das Tier wieder heimisch zu machen. Päffgen dankte auch im Namen seines Mitpächters und Sohns für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dritter Bürgermeister Eduard Delling zeigte sich sehr zufrieden mit dem guten Verhältnis von Jagdpächtern und Jagdgenossen. Sehr erfreulich sei auch der ausgeglichene Wildbestand im Trischinger Revier.
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