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Lokales
Schmidgaden
16.02.2015
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Zu einer Informationsveranstaltung für alle Jagdgenossenschaften der Gemeinde begrüßte Bürgermeister Josef Deichl auch den Leiter der Unteren Jagdbehörde, Christian Guder, sowie den stellvertretenden Jagdberater Gunther Stangl. Oberstes Ziel sei es, die Feld- und Waldwege instand zu halten.

Guder referiert dann über die Handhabung des Wildschadens und die Auszahlung der Jagdpacht. In der Gemeinde Schmidgaden gibt es vier Jagdgenossenschaften, die mehr oder weniger Schaden mit Schwarzwild haben. Er wies darauf hin, dass jeder Wildschaden schriftlich bei der Gemeinde innerhalb einer Woche nach Bekanntwerden gemeldet werden muss. Die Gemeinde führt dann das Vorverfahren durch. Kommt es zu keiner Einigung, ist ein Gutachter hinzuzuholen. Der Geschädigte ist in der Beweispflicht, auch ein Mitverschulden wird geprüft. Die Gemeinde könne bei Überhandnehmen von Wildschaden auch haushaltsmäßig festlegen, dass die Fahrt- und Personalkosten umgelegt werden können.

Die Haupteinnahme der Jagdgenossenschaft ist die Jagdpachtsumme. Die Genossenschaftsversammlung beschließt über die Art der Nutzung des Jagdbezirks sowie die Verwendung des Reinertrages. Er ist vom Jagdvorstand an die Jagdgenossen auszuzahlen. Einige Jagdgenossenschaften verwenden die Jagdpacht auch zum Ankauf von Gerätschaften, die dann von den Jagdgenossen genutzt werden können. Es können auch Rücklagen gebildet werden.

Es folgte eine rege Diskussion, in der auch die Thematik von Biber und Kormoranen angesprochen wurde. Der Schaden, den diese Tiere anrichten, ist kein Wildschaden.

Anschließend sprach Stangl zum Schwarzwildprojekt in Nittenau. Für die Studie wurden auch Nachtzielgeräte eingesetzt und getestet. Für das Nachtzielgerät spricht, dass eine waidgerechte Schussabgabe gegeben ist. Es kann bis etwa 100 Meter Entfernung verwendet werden.
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