Aus dem Wald ans Sägeblatt

Mitglieder der Waldbesitzervereinigung ließen sich von Inhaber Wolfgang Meier (vorne) die Holzverarbeitung im Sägewerk erklären. Bild: hfz
Lokales
Schmidgaden
14.03.2015
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Über 50 Waldbesitzer und Interessierte trafen sich zu einer Werksbesichtigung im Sägewerk Meier. Sie erfuhren, wie der Produktionsablauf aussieht.

Das Sägewerk wurde 1960 vom Großvater des jetzigen Inhabers gegründet. Zunächst sollte nur Bauholz für die eigene Schreinerei geschnitten werden. 2002 übernahm der jetzige Betreiber, Wolfgang Meier, nach einer Ausbildung zum Zimmerer das Werk.

Durch die Steigerung des jährlichen Einschnitts von einst 2 000 auf 20 000 Kubikmeter Holz wurde das Sägewerk zum eigenständigen Standbein der Familie. Stolz erzählte Meier, dass er bis heute acht feste Arbeitsplätze geschaffen hat. Für einige Tätigkeiten findet er keine Arbeitskräfte aus der Region und muss deshalb auf Leiharbeiter zurückgreifen.

Bei der Führung durch das Werk lernten die Teilnehmer die einzelnen Stationen der Holzverarbeitung kennen. Nach der Anlieferung wird das Holz auf dem Lagerplatz grob nach Durchmessern vorsortiert und anschließend mit einem modernen Gatter geschnitten, das dritte seit Gründung des Sägewerks. Der Einschnitt liegt bei etwa 60 bis 110 Kubikmeter pro Tag. Das Sägeblatt ist dabei einem Druck von acht Tonnen ausgesetzt.

Die geschnittene Ware wird sortiert, aufgestapelt und für den Transport vorbereitet. Je nach Auftrag passiert das Holz vorher noch die eigene Trockenkammer. Eine zweite ist schon in Planung. Per Lkw wird die Schnittware zu regionalen und überregionalen Abnehmern geliefert.

Die bei der Produktion anfallenden Hackschnitzel werden teilweise im eigenen Werk zur Wärmegewinnung genutzt, der Rest wird verkauft. Sägespäne werden als Einstreumaterial und Rinde als Rindenmulch vermarktet. Nach wie vor werden kleine Lohnschnittaufträge ausgeführt, und jeder, der ein "Brettl" braucht, ist auch willkommen.

Sägewerksbesitzer Wolfgang Meier betonte die gute Zusammenarbeit mit der Waldbesitzervereinigung Nabburg-Burglengenfeld, die auch kurzfristig Rundholz nach seinen Bedürfnissen bereitstellt. Die kontinuierliche Versorgung mit Holz aus der Region ist ein Garant für die Sicherheit der Arbeitsplätze seines Betriebes und seiner Abnehmer. Eine ausgiebige Brotzeit mit einer lebhaften Diskussion rundete schließlich die Führung ab.
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