Dramatisch auf der Autobahn

Ein Kleintransporter krachte frontal in die Beifahrerseite des BMW. Das Auto wurde dadurch auf der Beifahrerseite massiv eingedrückt und rund 50 Meter weiter geschleudert, bis beide Fahrzeuge zum Stehen kamen. Bild: bk-media
Lokales
Schmidgaden
02.07.2015
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Verwunderung löste ein Verkehrsunfall bei den Einsatzkräften aus, die am Mittwoch gegen 2.15 Uhr auf die Autobahn A 6 alarmiert wurden.

(bkf) Als sie an der Unfallstelle kurz nach der Anschlussstelle Schmidgaden in Fahrtrichtung Nürnberg eintrafen, fanden sie ein komplett zerstörtes Autowrack neben einem beschädigten Kleintransporter vor. Um so erstaunlicher war es, dass der 42-jährige Fahrer des BMW, betreut von zwei Ersthelfern, an der Leitplanke sitzend auf die Einsatzkräfte wartete. Es war zunächst schwer vorstellbar, dass sich der Fahrer noch selbst aus dem Wrack befreien konnte.

Licht ins Dunkle brachten dann die Schilderungen der beiden Ersthelfer und die Ermittlung der Polizei: Demnach war der Mann mit seinem BMW auf der A 6 in Richtung Nürnberg unterwegs, dabei stieß er aus bisher unbekannter Ursache in das linke Heck eines Sattelzuges. Anschließend schleuderte das Auto gegen die Mittelleitplanke und kam quer zur Fahrbahn auf der linken Spur zum Stehen.

Die beiden Ersthelfer, ein 25-Jähriger Mann und seine gleichaltrige Beifahrerin, konnten auf der Fahrt Richtung Amberg das dunkle Fahrzeugwrack gerade noch rechtzeitig erkennen und ausweichen. Sie hielten rund 100 Meter weiter am Standstreifen an, um dem Fahrer zu helfen. Bis sie den Unfallwagen erreicht hatten, war dessen Fahrer bereits aus dem Wagen ausgestiegen und hatte sich an der Mittelleitplanke neben sein Fahrzeug gesetzt. Die beiden holten ihn dann von der Autobahn auf die Standspur. Versuche der beiden, weitere Autofahrer anzuhalten, damit sie ihnen helfen mögen, scheiterten ihren Angaben zufolge. Mit der Begründung, keine Zeit zu haben, fuhren mehrere Fahrzeuge einfach weiter. So löste sich der Stau, welcher sich kurzzeitig gebildet hatte, wieder auf.

Kurze Zeit später kam ein slowakischer Kleintransporter, dessen 22-jähriger Fahrer das Unfallfahrzeug zu spät erkannte und frontal in die Beifahrerseite des BMW krachte. Das Auto wurde dadurch auf der Beifahrerseite massiv eingedrückt und rund 50 Meter weiter geschleudert, bis beide Fahrzeuge zum Stehen kamen. Bei dem Zusammenstoß wurde der Fahrer des Kleintransporters leicht verletzt. Der 22-Jährige und der Fahrer des BMW, der bei dem Aufprall auf den Sattelzug mittelschwer verletzt wurde, mussten nach der Versorgung an der Unfallstelle durch den Rettungsdienst ins Klinikum nach Amberg eingeliefert werden.

Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle aus und sperrte die A 6 an der Anschlussstelle Schmidgaden in Fahrtrichtung Nürnberg. Anschließend halfen die Einsatzkräfte bei der Reinigung der mit Trümmerteilen übersäten Fahrbahn. Der Sachschaden an den drei unfallbeteiligten Fahrzeugen beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 60 000 Euro.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfallablauf hat die Verkehrspolizeiinspektion Amberg übernommen.
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