Firma Quadrus Metalltechnik errichtet im Gewerbegebiet große Fertigungshalle mit ...
Millioneninvestition als Standortbekenntnis

Die vier Geschäftsführer der Schmidgadener Firma Quadrus Metalltechnik beim Spatenstich für die neue Fertigungshalle, zu dem auch Bürgermeister Josef Deichl (links) und Landrat Thomas Ebeling (Vierter von rechts) und weitere Verantwortliche eingeladen waren. Bild: Götz
Lokales
Schmidgaden
19.03.2015
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Es ist das größte Projekt seit Bestehen des Unternehmens: Im Beisein von Landrat Thomas Ebeling, Wirtschaftsförderer Rudolf Reger und Bürgermeister Josef Deichl erfolgte gestern Nachmittag der offizielle Spatenstich für die neue Investition der Firma Quadrus Metalltechnik im Gewerbegebiet von Schmidgaden. Das aufstrebende Unternehmen baut derzeit eine Fertigungshalle, die als Halle 9 bezeichnet wird und die 9100 Quadratmeter Grundfläche aufweisen wird. "Wir werden durch diese Baumaßnahme unsere Nutzflächen auf 20 026 Quadratmeter verdoppeln", erläuterte Geschäftsführer Werner Prüfling beim Festakt zur Firmenerweiterung. "Für mich als Bürgermeister ist das ein gigantischer Moment", versicherte Josef Deichl, der seinen Stolz über das bedeutende Vorhaben in seiner Gemeinde nicht verhehlte: "Ich weiß gar nicht, ob wir schon je so eine große Baumaßnahme hatten."

Landrat Ebeling hatte die umfangreiche Baugenehmigung dabei, die er an die vier Geschäftsführer Alois und Markus Gsödl sowie Werner und Anton Prüfling aushändigte. In Anspielung auf das Leitungs-Quartett sprach Ebeling mit Blick auf die Firma Quadrus von "Qualität hoch vier".

Zehn Millionen an Kosten

Werner Prüfling, der die Baumaßnahme vorstellte, bezifferte die Investitionssumme mit zehn Millionen Euro - die höchste seit Bestehen des Unternehmens. "Vier Jahre haben wir für unser größtes Projekt geplant und gespart", berichtete er. Angesichts der hohen Investitionssumme musste das Unternehmen zunächst Rücklagen aufbauen, bevor im vergangenen Jahr schließlich die Entscheidung fiel, das Projekt zu stemmen. "Durch diese Investition sind wir für die Zukunft bestens gerüstet", zeigte sich Prüfling überzeugt und legte auch ein Bekenntnis zur Region als Standortfaktor ab. Die Gründe dafür sieht die Firma vor allem in den hier lebenden Menschen - die Mentalität, die Arbeitsweise und das Bodenständige würden gut zusammen passen.

Die deutschen Großstädte waren für "Quadrus" nie ein Thema. Zum einen seien dort die Lohn- und Grundstückskosten sehr hoch, zum anderen verfüge die Region über eine gute Verkehrsanbindung, die ein Abwandern nicht nötig macht.

Januar 2016 fertig

Herzstück des Neubaus wird eine automatisierte Bestückungsanlage, um den Materialfluss zu verbessern. "Wir verarbeiten und bewegen monatlich rund 1000 Tonnen Material", führte der Geschäftsführer aus, "und durch die Bestückungsanlage und die Zusammenführung der Fertigungsprozesse werden unsere Transport- und Staplerfahrten um 35 Prozent reduziert".

Bislang gibt es bereits fünf Fertigungs- und drei Lagerhallen. Im Januar 2016 soll die neue Fertigungshalle in Betrieb gehen.
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