Frauenbund lässt sich über Einbrüche und Haustürgeschäfte aufklären
"Trick 17" mit Seniorenüberlistung

Lokales
Schmidgaden
24.09.2014
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Enkeltrick, Babytrick, Papier- und Bleistifttrick, Wassertrick, Toilettentrick und vorgetäuschte Notlage - Ganoven sind einfallsreich, wenn es um das Übertölpeln alter Menschen geht. So hat der Frauenbund Rottendorf einen Vortragsabend über "Einbrüche und Haustürgeschäfte" organisiert, bei dem Günther Vierl von der Polizei Nabburg Ratschläge gab.

"Vorsicht, wenn sich unbekannte Verwandte melden oder eine vermeintliche Amtsperson an der Haustür steht, etwa ein Polizist", sagte Vierl. Er forderte seine Zuhörer auf, immer den Dienstausweis zu verlangen und sorgfältig zu prüfen, wenn jemand unter Vorwänden unbedingt in die Wohnung will.

"Niemals fremde Personen in die Wohnung lassen", warnte Vierl - vor allem, wenn jemand ein unwahrscheinlich günstiges Schnäppchenangebot unterbreite oder man aus heiterem Himmel einen größeren Gewinn mache und zur Erlangung dieses Gewinns Vorleistungen verlangt würden. "Der Widerruf von Haustürgeschäften über 40 Euro ist innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen möglich."

Der zweite Teil des Vortrags galt den Einbrüchen. Anhand von einfachen Beispielen zeigte Vierl, wie leicht es den Verbrechern oft gemacht wird und wie man sich dagegen schützen kann. Oft sei man viel zu gleichgültig und denke "bei mir ist sowieso nicht viel zu holen". Aber Einbrecher fänden immer Beute und richteten immer Schaden an. "Einbrecher finden heraus, wann sie wo zuschlagen können. Sie beobachten davor unauffällig Bewohner und deren Gewohnheiten." Vorsorgemaßnahmen wie Türspion, Türsprechanlage, Sicherungsketten oder -riegel können Einbrüche erschweren. "Die Sprechanlage benutzen und niemals vorschnell den Haustüröffner drücken", bat der Polizist. Man könne eine spezielle Sicherungstechnik an Außentüren, Kellerschächten und Fenstern anbringen lassen.

"Wertsachen sollen nicht offen herumliegen, Gold und Schmuck gehören in einen Banktresor, Sparbücher, Schecks oder Bargeld am besten in einem gut befestigten, versteckten Haustresor aufbewahren." Auf dem Grundstück sollte zu dichte Bepflanzung am Haus vermieden werden, Hof und Gartentore geschlossen bleiben, Aufstiegsmöglichkeiten weggeräumt sein. "Außenbeleuchtungen mit Bewegungsmelder schrecken ab", wusste Vierl.

In Mehrfamilienhäusern sollten Keller und Dachboden stets abgeschlossen sein, damit sich niemand darin verstecken kann.
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