Für und Wider Paintball

Paintball unterliegt in Deutschland einer Altersbeschränkung und ist erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres erlaubt. Bild: hfz
Lokales
Schmidgaden
20.07.2015
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Auf großes Interesse stieß der Informationsabend über die Paintballanlage in Trisching, zu dem die Gemeinde in das Gasthaus Pröls eingeladen hatte. Die Teilnehmer hatten ausgiebig Gelegenheit, sich zu äußern.

Marco Böhmer betreibt seit einigen Jahren Paintballshops sowie die entsprechenden Anlagen, auf denen diese Freizeitbeschäftigung ausgeübt werden kann. Unter anderem hat Böhmer bei der Gemeinde Schmidgaden angefragt, ob er so einen Platz im Dorf einrichten könne. Es böte sich eine Fläche hinter dem Sportheim in Trisching an - ein Stück entfernt von der Ortschaft und am Rande des Industriegebietes.

Das Thema sorgte für Diskussionen innerhalb der Bevölkerung. Bevor der Gemeinderat endgültig entscheidet, setzte die Gemeinde eine öffentliche Informationsveranstaltung an. Dazu konnte Bürgermeister Josef Deichl mehr als 60 Personen im Gasthaus Pröls begrüßen. Deichl betonte, für die Gemeinde sei es wichtig, die Meinung der Bürger zu hören. Marco Böhmer nutzte die Gelegenheit, um umfangreich zum Thema Paintball zu informieren. Damit wollte er sich bildenden Vorurteilen entgegen treten. "Viele Menschen sehen Paintball nicht als Sport", bedauerte Böhmer.

Bei der anschließenden Diskussion gab einige kritische Stimmen zu hören. Dass Menschen auf Menschen zielen und schießen würden, war für einige ein Problem. Es überwogen aber die positiven Stimmen an diesem Abend - vor allem unter den Trischingern selbst. Auch der SV Trisching-Rottendorf, der der unmittelbare Nachbar sein würde, steht dem Vorhaben offen gegenüber. So könnten die Paintballspieler die Duschen im Sportheim nutzen. Dazu sollen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden, wenn es zur Verwirklichung des Vorhabens kommt. In einer Vorstandssitzung hat sich der Verein im Vorfeld positiv zu dem Vorhaben geäußert.

Bei der Diskussion wurde die Frage gestellt, wie laut ein "Markierer" sei und welcher Lärm bei dem Spiel dabei entstehe. Böhme wies auf ein Lärmgutachten hin und erklärte, dass der Lärmpegel unter der erlaubten Grenze liege.

Um zu klären, ob die Anwohnen in einem Kilometer Entfernung vom Lärm der Anlage gestört würden, soll am nächsten Sonntag, 26. Juli, um 9.15 Uhr ein Test auf dem Gelände stattfinden. Alle Interessierten können sich bei diesem "Probe-Markieren" selbst überzeugen, wie laut es ist. Treffpunkt ist im Industriegebiet in Trisching.
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