Gemeinderat verabschiedet Haushalt einstimmig - Gesamtvolumen: 6,4 Millionen Euro
Mehr Geld für Investitionen

Lokales
Schmidgaden
16.05.2015
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(tib) Die Gemeinde wird heuer deutlich mehr investieren als in den Jahren zuvor. Gleichzeitig treibt sie den Schuldenabbau voran und muss für dieses Jahr abermals keinen neuen Kredit aufnehmen. Der Schuldenstand der Kommune sinkt dadurch zum Jahresende voraussichtlich auf 42 000 Euro. "Wenn man das mit unseren Rücklagen vergleicht, ist die Gemeinde eigentlich mehr als schuldenfrei", betonte Kämmerer Hans Werner bei der Vorstellung des Haushaltes für dieses Jahr im Gemeinderat.

Nach zwei ausführlichen Vorberatungen (wir berichteten) ging die Verabschiedung des Etats zügig und einstimmig vonstatten. Der Haushalt hat in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von über 6,4 Millionen Euro. Davon entfallen auf den laufenden Betrieb rund vier Millionen, der Rest steht größtenteils für Investitionen im Vermögenshaushalt zur Verfügung (siehe grüner Kasten). Aufgrund des Wechsels im Bürgermeisteramt und der daraus resultierenden späten Verabschiedung des Haushaltes für 2014 war der Vermögenshaushalt im vergangenen Jahr dementsprechend niedrig angesetzt. Er liegt heuer deshalb um 92,76 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.

Um die zahlreichen Investitionen stemmen zu können, wird die Kommune aber auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen. Ende vergangenen Jahres waren im gemeindlichen "Sparstrumpf" rund 1,8 Millionen Euro. Eine gute Million davon wird heuer entnommen, so dass die Rücklage zum 31. Dezember voraussichtlich auf rund 731 000 Euro schmelzen wird.

"Wir sind auf einem guten Weg", kommentierte Bürgermeister Josef Deichl das vorgelegte Zahlenwerk. Besonderes Augenmerk solle auf bestandserhaltende Maßnahmen gelegt werden. So habe die Gemeinde zum Beispiel für 45 Kilometer Kanalnetz, 75 Kilometer Ortsstraßen, 171 Kilometer Feld- und Waldwege, Schulen oder Kindergarten zu sorgen. Gerade diesen Bereichen sei in den vergangenen Jahren nicht sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt worden, unterstrich das Gemeindeoberhaupt. Ein Beispiel: In den Unterhalt für das Kanalnetz seien in den Jahren 2010 bis 2013 nur etwas über 5000 Euro geflossen.
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