Im August stehen Kosten fest

Lokales
Schmidgaden
27.06.2015
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Sehr groß war das Interesse der Bürger an der öffentlichen Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Brudersdorfer Gruppe. Dieses Mal tagte das Gremium im Sitzungssaal des Rathauses Schmidgaden. Was die Bürger zu zahlen haben, blieb noch offen.

Verbandsvorsitzender Armin Schärtl informierte, dass sich der Zweckverband an der Ausschreibung des Bayerischen Gemeindetages in Sachen neuer Stromliefervertrag beteiligen werde. Heuer wird der Wasserzweckverband als Teil des Bauabschnittes I der geplanten Leitungserneuerung, Windpaissing und Hohersdorf sanieren. Hohersdorf auch deshalb, weil dort in bestimmten Bereichen eine Dorferneuerung erfolgt.

Auftrag vergeben

Die Stadt Nabburg baut in Windpaissing die Kanalisation neu. Hier soll nun ebenfalls gleich das Wasserleitungsnetz verbessert werden. Beide Maßnahmen gingen zusammen für 463 217 Euro an die Firma Wagner aus Waldmünchen. Diese war sowohl bei der Ausschreibung für Hohersdorf als auch für Windpaissing der günstigste Anbieter. Die Vergabe erfolgte einstimmig.

Neu kalkulieren

Die überörtliche Rechnungsprüfung für die Jahre 2010 bis 2013 hat laut Schärtl beanstandet, dass der Wasserpreis das letzte Mal im Jahre 2008 kalkuliert wurde. Ein Neukalkulation der Gebühren soll nun erfolgen, der entsprechende Auftrag wurde vergeben. Die Defizite der letzten vier Jahre und der kommenden vier Jahre würden eingearbeitet. Zur Zeit werden ebenfalls die Verbesserungsbeiträge für den Bauabschnitt I kalkuliert. Die entsprechenden Beschlüsse dazu und zum Wasserpreis sollen in der nächsten Sitzung des Zweckverbandes fallen, in der auch der Haushalt verabschiedet wird.

Diese wurde auf Donnerstag, 20. August, im Sitzungssaal des Rathauses Nabburg terminiert. Die Leitungserneuerung an der Kreisstraße Diepoltshof - Passelsdorf sei abgerechnet und komme günstiger als die Kostenschätzung. Schärtl sprach auch an, dass sich der Petitionsausschuss des Landtages mit einer Eingabe von Herrn Kahl beschäftigen werde. Auf Anfrage beim Gemeindetag, ob für die Sanierung Wasserleitungen und Kanälen von Seiten des Freistaates ein Zuschuss geplant sei, antwortete dieser, dass hierfür in Bayern etwa dreißig Millionen zur Verfügung gestellt werden sollen.

Verbandsrat Florian Burth fragte an, ob schon beziffert werden könne, welche Kosten auf die Bürger zu kämen. Geschäftsführer Hans Werner sagte dazu, dass keine konkreten Auskünfte möglich seien. Für einen Besitzer eines Einfamilienhauses würden sich die Kosten auf 6000 bis 7500 Euro belaufen. In der Sitzung im August könne mehr gesagt werden. Die Bescheide sollen im September raus gehen. Die Zahlungsfrist beläuft sich auf vier Wochen. Die Erhebung des Beitrages erfolgt in drei Raten. Verbandsrat Josef Reindl schlug vor, die Bürger noch vor dem Bescheid über die zu leistende Zahlung zu informieren.
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