Kaum Schäden, höhere Kosten

Lokales
Schmidgaden
28.02.2015
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Der Appell an die Jagdgenossen, zusammenzustehen und bei Wildschäden Vernunft walten zu lassen, zog sich wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Rottendorf. Sonst drohen vermeidbare Kosten - wie im vergangenen Jahr.

(rbm) Jagdvorsteher Ägidius Viehauser freute sich zwar, dass im vergangenen Jahr nur zwei Wildschäden angemeldet wurden. Leider konnte bei der Regulierung keine Einigung erzielt werden, so dass die Gemeinde einen amtlichen Schätzer beauftragen musste. Dadurch seien vermeidbare Kosten entstanden. Jagdvorsteher Viehauser appellierte eindringlich an alle Jagdgenossen, zusammenzuhalten und künftig auf die Regulierung kleiner Wildschäden zu verzichten. Er verwies auf die Vorstandschaft, die auch auf eine zustehende Aufwandsentschädigung zum Wohle aller Jagdgenossen verzichtet habe. Zum Schluss lud er zur Teilnahme am zweitägigen Verbissgutachten im März/April mit dem Förster ein.

Gute Zusammenarbeit

Zweiter Bürgermeister Andreas Altmann dankte den Jagdgenossen und der Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit und die erfolgreiche Bekämpfung des Schwarzwildes. Falls die Versammlung beschließt, auch weiterhin einen Teil des Jagdpachtes für Wegebaumaßnahmen anzusparen, werde auch die Gemeinde ihre bisherige Unterstützung weiter gewähren. Jagdpächter Dr. Peter Schulz stellte resigniert fest, dass von den im Abschussplan festgelegten 29 Rehen 17 im Straßenverkehr auf der Strecke geblieben waren. Ein großes Lob sprach er der Jägerschaft aus, die durch den Abschuss von 30 Wildschweinen dazu beigetragen hätte, die Wildschäden niedrig zu halten. Bei der Umsetzung der Programme Kulap (Kulturlandschaftsprogramm) und Greening bat er, die Flächenstilllegungen nicht entlang von Straßen zu tätigen, da sonst das Rehwild noch mehr gefährdet würde.

500 Euro in der Kasse

Schriftführer Richard Götz brachte die letzte Jahreshauptversammlung in Erinnerung und hob das harmonische Verhältnis zwischen den Jagdpächtern und Jagdgenossen hervor. Kassenverwalter Ludwig Eckl erstattete einen detaillierten Finanzbericht. Wie beschlossen, verblieben 500 Euro des Jagdpachtschillings in er Kasse. Der Rest wurde zur Hälfte ausbezahlt und für Wegebaumaßnahmen angespart.

Letzter Tagesordnungspunkt war die Beschlussfassung über die Verwendung des diesjährigen Jagdpachtes. Vorsteher Ägidius Viehauser schlug vor, wie im Vorjahr zu verfahren und den Jägern zusätzlich 300 Euro für den Ankauf eines Weidezaungerätes zur Verfügung zu stellen. Die solle dazu beitragen, der Wildschweinplage noch mehr entgegen wirken zu können. Dieser Vorschlag wurde mit sehr großer Mehrheit angenommen.
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