Klartext bei Bürgerversammlung

Gut besucht war die Bürgerversammlung in der Gaststätte Pröls in Trisching. Bild: ral
Lokales
Schmidgaden
24.04.2015
35
0

Aus ihrem Herzen machten die Teilnehmer an der Bürgerversammlung keine Mördergrube. So musste Bürgermeister Josef Deichl Rede und Antwort stehen. Auch bei heiklen Themen.

Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Trisching wies die Anregung zurück, dass sich die Jagdgenossenschaft Trisching an den Kosten für die Wegesanierung beteiligt. Denn die Wege würden nicht nur durch landwirtschaftlichen Verkehr genutzt, sondern wesentlich häufiger durch Privat-Autos, durch Fahrradfahrer und ähnliches mehr. "Die Jagdgenossenschaft muss ihre Mittel anderweitig einsetzen", betonte der Vorsitzende. Bürgermeister Deichl bedauerte diese Einstellung.

Edwin Deichl fragte, warum für die Sanierung des Bauhofs die Rückstellungen aufgelöst und die Kosten nicht über Kredit finanziert würden. "In den Zeiten der Hochkonjunktur und bei niedrigen Zinsen ist dies nicht verständlich", urteilte er. Darauf gab es vonseiten des Bürgermeisters keine Antwort.

Thema für Inzendorf

Eine andere Fragestellerin beschäftigte sich mit der Situation im Magdalenental, speziell dem Badeweiher. Sie mahnte an, hier doch etwas zu tun und endlich nach einer Lösung zu suchen, damit wieder ein ordentlicher Badebetrieb stattfinden kann. "Dieses Naherholungsgebiet erfreut sich großer Beliebtheit", sagte sie. In seiner Replik verwies der Bürgermeister darauf, dass sich die Gemeinde mit dem Badeweiher beschäftigen werde. Außerdem wurde von der gleichen Zuhörerin bemängelt, dass der Hauptweg im gemeindlichen Friedhof in diesem Jahr nicht geräumt wurde. Hier wurde vom Bürgermeister Abhilfe versprochen und Klärung. Ein Besucher regte an, doch auch für das alte Dorf in Inzendorf eine Dorferneuerungsmaßnahme anzubieten wie in Hohersdorf. Deichl stellte hier klar, dass zunächst die Wasserleitung verlegt werden müsse.

Zu diesem Thema bat der gleiche Bürger um ein gemeinsames Abstimmungsverhalten der vier Verbandsräte aus der Gemeinde Schmidgaden. Deichl sagte, dass das Abstimmungsverhalten von seiner Seite sich an den gegebenen Realitäten orientiert. Das vorgegebene Verfahren entspreche den gesetzlichen Vorschriften. Im Vorfeld wurde hier oft dem Verbandsvorsitzenden oder der Geschäftsführung Unehrlichkeit unterstellt. "Dem ist aber nicht so!"

Paintball?

Eine Anfrage hing mit der in Pfreimd abgelehnten Paintballanlage zusammen - ob sie nicht in der Gemeinde Schmidgaden angesiedelt werden könnte. Der Bürgermeister konnte nichts sagen, da keine Anfrage vorliege. Falls eine Anfrage käme, müsse sie wie jede andere auch vom Gemeinderat geprüft werden.

Große Diskussionen in der Gemeinde löste in den vergangenen Monaten das alte Feuerwehrauto in Schmidgaden aus. Es wurde von einem fördernden Mitglied der Feuerwehr gekauft und der Wehr wieder zur Verfügung gestellt. Sie schafft sich überdies einen Verkehrssicherungsanhänger an, um die Unfallstellen auf der Autobahn besser absichern zu können.

Dazu erklärte Deichl, dass die Gemeinde hierzu keine Unterstützung gebe, weder für die Anschaffung des Verkehrssicherungsanhängers noch für den Unterhalt des Fahrzeuges. "Es gibt auch keine Ersatzbeschaffung. Lediglich die Versicherung und der Sprit werden von der Gemeinde bezahlt."
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.