Luftbeobachter rüsten sich für kommende Einsätze
"Brennt wie Zunder"

Absprachen zwischen den einzelnen Teams sind wichtig. Bild: Houschka
Lokales
Schmidgaden
09.03.2015
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Es geht wieder los: Am ersten sonnigen Frühjahrswochenende haben sich die oberpfälzischen Luftbeobachter auf dem Landeplatz Schmidgaden (Kreis Schwandorf) auf ihre Einsätze vorbereitet. "Wir sind gut gerüstet", sagte Dieter Naber von der Luftrettungsstaffel Bayern nach der Großübung.

Wenn sich Rauch aus den Wäldern kräuselt, braucht man eingespielte Teams. Erfahrene Leute auf den Pilotensitzen mit versierten Einsatzkräften der Feuerwehren und der Forstverwaltung neben ihnen in der Maschine. Im Brandfall müssen die Helfer die zu Bränden ausrückenden Mannschaften von der Luft aus lotsen. Dabei geht es oft um wertvolle Minuten.

Bezirk koordiniert

Das Zusammenwirken geschieht sei langer Zeit in engem Schulterschluss, wird federführend von der Bezirksregierung geleitet und auch, was die Flugkosten betrifft, finanziell geregelt. Piloten und Luftbeobachter arbeiten ehrenamtlich. Das taten sie auch am Wochenende, als zum Saisonauftakt eine Großübung angesetzt war. Teilnehmer aus dem gesamten Bezirk waren dazu angereist.

Anspruchsvolle Aufgaben

Wichtig ist, dass die Beobachter mit Koordinatensystemen umgehen können. Bevor die Maschinen starteten, waren deshalb unter Zuhilfenahme von Landkarten einzelne Routen und Ziele zu finden. Dort, verteilt auf die Kreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf, sahen sich bereits Feuerwehren in Alarmbereitschaft versetzt. Sie rückten aus, mussten teilweise an sehr entlegene Stellen gelotst und zu den angenommenen Brandorten geführt werden.

Wann ist mit den ersten Beobachtungsflügen zu rechnen? "Vielleicht schon in den nächsten beiden Wochen", ließ Flugbereitschaftsleiter Dieter Naber zusammen mit den Kreisbrandräten Fredi Weiß (Amberg-Sulzbach) und Robert Heinfling (Schwandorf) erkennen. "Das alte Gras ist dürr, es lodert wie Zunder."
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